Ob frühe Anatomie-Pioniere, Vetternwirtschaft im 17. Jahrhundert oder Bologna-Reform in jüngster Zeit: Die Universität Basel durchlebte Höhen und Tiefen. Sechs Reportagen blicken zurück auf die letzten 550 Jahre.
Der Basler Leonhard Euler prägte Mathematik von Basel bis St. Petersburg. (Keystone)
Martin Wallraff, Kirchenhistoriker an der theologischen Fakultät, hat im Basler Münster eine Ausstellung über die Geburtsjahrzehnte der Uni realisiert: «Schatzkammern der Universität Basel». Wir haben Wallraff auf einem Rundgang begleitet: Er erläutert dabei, von welchem Geist die Aufbruchsjahre in Basel getragen waren, welche Rolle Humanismus und Buchdruck für den Aufstieg der noch jungen Institution spielten. Mehr
Im 16. Jahrhundert begründet Andreas Vesal die moderne Anatomie. Basel wird zur Modeuniversität für zukünftige Mediziner - davon zeugen heute die Ausstellungsobjekte im anatomischen Museum der Universität Basel. Mehr
Die juristische Fakultät der Universität Basel ist die älteste der Schweiz. Schon bald nach ihrer Gründung ist sie eine der Topadressen für angehende Rechtsgelehrte. Ein Gang durchs Basler Gerichtsarchiv zeigt die Hinterlassenschaft der juristischen Praxis vom Mittelalter bis in die Gegenwart.
Im frühen 18. Jahrhundert steckt die Universität Basel in einer tiefen Krise. Von Bedeutung ist allein noch die Mathematik: Mit ihren Rechenkünsten erlangen Leonhard Euler und die Mathematiker der Bernoulli-Dynastie Weltruf.
Im Mittelalter galt das Studium der Geisteswissenschaften als eine Art Fingerübung für den Übertritt in Theologie, Medizin oder Jurisprudenz. Und auch heute müssen sich die historisch-philosophischen Fakultäten immer wieder rechtfertigen. Ihre gesellschaftliche Verwertbarkeit lässt sich im Vergleich zu den Naturwissenschaften nur schwer mit ökonomischen Argumenten begründen.
DRS 2 ist zu Gast in der Universität Basel: Von hier aus führt der «Hörpunkt» einen Tag lang durch die Geschichte der europäischen Universitäten – mit Gästen, Studierenden und Live-Publikum. Mehr