Neuer Ökostrom: Wasserwirbel erzeugen Energie
Mit vergleichsweise einfacher Technik wird das Wasser durchgewirbelt. Damit kann Energie erzeugt und gleichzeitig der Sauerstoffgehalt des Wassers erhöht werden.
Denkt man an Kraftwerke, kommen einem teure, meist hässliche Riesenbauten in den Sinn. Das jetzt in Schöftland eingeweihte und auf den Namen «Dr. Bertrand Piccard» getaufte Wasserwirbelkraftwerk wird zwar auch keinen Designpreis gewinnen, ist aber so klein, dass es sich problemlos in die Umgebung integrieren lässt.
Klein, effizient und günstig
Das Becken der Anlage in Schöftland hat einen Durchmesser von 6,5 m und eine Fallhöhe von 1,5 m. Das Funktionsprinzip kann bereits bei Fallhöhen ab nur 0,7 m und einer durchschnittlichen Wassermenge von 1'000 Litern pro Sekunde angewendet werden.
Je nach Wassermenge entstehen 5 bis 15 kW elektrische Leistung, was einer Jahresproduktion von 80'000 bis 130'000 kWh entspricht und ca. 20 bis 25 Schweizer Haushalte oder einen Jahresstrombedarf von 50 bis 60 Personen abdeckt.
Und vergleichsweise günstig war das Kraftwerk auch: rund 350 000 Franken hat es gekostet.
Mensch und Natur profitieren gleichermassen
Die Verwirbelung des Wassers bring uns Menschen nicht nur Energie, sondern fördert auch die Selbstreinigung des Wassers durch Mikroorganismen, die Sauerstoffkonzentration nimmt zu, was sich positiv auf die Gewässerökologie auswirkt.
Zudem können Fische, Krebse, Schnecken und andere Kleinlebewesen Wasserwirrbelkraftwerke sowohl stromauf-, als auch stromabwärts gefahrlos passieren.
Mehr Infos und Bilder zum Wasserwirbelkraftwerk Schöftland gibt es hier. Wie so ein Kraftwerk funktioniert erklärt das Video:
