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  • 60 Jahre Israel - junger Staat, alte Geschichte:
  • Zurück zum Dossier «60 Jahre Israel - junger Staat, alte Geschichte»

Chronologie der Konflikte Israels

14. Mai 1948
Unabhängigkeit
Der Staat Israel wird unabhängig. David Ben Gurion proklamiert den Staat und wird erster Ministerpräsident Israels. Über 700'000 Immigranten wandern ein.

Hören: Spiegel der Zeit - Bericht über die Gründung Israels
14./15. Mai 1948
Erster Israelisch-
Arabischer Krieg

Noch in der Gründungsnacht erklärten Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien dem neuen Staat den Krieg. Es folgte der israelische Unabhängigkeitskrieg (Erster Israelisch-Arabischer Krieg), der von Mai 1948 bis Juli 1949 dauert.
29. Oktober - 5. November 1956
Suez-Krise
Israel besetzt den Gaza-Streifen und Teile der Sinai-Halbinsel, nachdem Ägypten den Suez-Kanal für israelische Schiffe gesperrt hatte. Britische und französische Truppen intervenieren zum Schutz des Suez-Kanals. Die Aktion wird von der Labour Party, der USA und der UNO verurteilt.

Hören: Anthony Eden, Aussenminister von Grossbritannien, äussert sich zu der Invasion
5. - 10. Juni 1967
Sechstagekrieg
Nach der Sperrung der Strasse von Tiran für die israelische Schifffahrt und dem Aufmarsch arabischer Truppen an den Grenzen Israels greift die israelische Luftwaffe am 5. Juni präventiv ägyptische Stützpunkte an. Am Ende des Krieges beherrscht Israel den Gazastreifen, die Sinai-Halbinsel, die Golanhöhen, das Westjordanland und Ostjerusalem.

Mit dem Sechstagekrieg entstanden auch die israelischen Siedlungen ausserhalb der 1949 fest gelegten Grenzen. Sie stellen bis heute eines der grössten Probleme des Nahostkonflikts dar.

Hören: Reportagen und Berichte über die ersten Stunden des Sechstagekriegs
1968 - 1970
Abnutzungskrieg
Nach der Niederlage im Sechstagekrieg will Ägypten die Sinai-Halbinsel wieder zurückgewinnen und beginnt im Juni 1968 mit dem Artilleriebeschuss der israelischen Armee. Der Krieg endet mit einem 1970 geschlossenen Waffenstillstand. Weder Israel noch Ägypten können Gebietsgewinne verzeichnen.
6. - 26. Oktober 1973
Jom-Kippur-Krieg
Am 6. Oktober 1973, dem höchsten jüdischen Feiertag «Jom Kippur», greifen Ägypten und Syrien überraschend von Israel besetzte Gebiete an. Zu Beginn rücken die Streitkräfte Ägyptens und Syriens vor, danach wendet sich der Verlauf des Krieges zugunsten der Israelis, die zunächst ihre Truppen mobilisieren mussten. Mehr als 2500 israelische Soldaten fallen, 7500 werden verletzt und 300 geraten in Gefangenschaft.

Hören: Echo der Zeit vom 10.10.1973

26. März 1979
Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten

Israels Ministerpräsident Menachem Begin und Ägyptens Präsident Anwar as-Sadat unterzeichnen den israelisch-ägyptischen Friedensvertrag in Washington. Neben der gegenseitigen Anerkennung wurde damit auch der seit 1948 bestehende Kriegszustand beendet. Ägypten ist der erste arabische Staat, der Israel offiziell anerkennt.

Hören: DRS 1 International vom 25.03.1979
8. Dezember 1987
Erste Intifada
Die aufgestauten Frustrationen der Palästinenser entladen sich: Jahrelang mussten sie die verschlechterte wirtschaftliche Lage der Bevölkerung, fehlende politische Betätigungsmöglichkeiten und auch die israelische Siedlungspolitik in der Westbank und dem Gazastreifen erdulden. Die erste Intifada (arabisch: «Erhebung») gegen die israelische Besatzung beginnt.

Hören: DRS 1 International vom 24.01.1988
13. September 1993
24. September 1995
Oslo-Abkommen
Müde vom ständigen Krieg strebt der Ministerpräsident und ehemalige Generalstabschef der israelischen Truppen Jitzak Rabin eine friedliche Lösung des Konflikts an. 1993 findet ein erstes Treffen mit Vertretern der PLO statt und das so genannte «Oslo-Abkommen» wird unterzeichnet. Es sieht den Abzug Israels aus dem Westjordanland und dem Gazastreifen vor. 1995 wird das zweite Oslo-Abkommen unterzeichnet und die palästinensische Autonomie auf den grösseren Bevölkerungsteil der Araber im Westjordanland ausgedehnt. Für diese Bemühungen erhalten Jitzhak Rabin, Jassir Arafat und Schimon Peres 1994 den Friedensnobelpreis.

Hören: Rede von Jitzak Rabin am 10.9.1993 (Ausschnitte)
  • die ganze Rede als Text lesen
4. November 1995
Ermordung Jitzhak Rabins
Jitzak Rabin wird an einer Friedenskundgebung in Tel Aviv von einem jüdischen Rechtsextremisten niedergeschossen. Kurz darauf stirbt er im Ichilov-Spital.

Hören: DRS 1 Mittagsjournal, Sondersendung vom 05.11.1995
September 2000 - Februar 2005
Zweite Intifada
Mit dem Besuch von Israels Ministerpräsident Ariel Sharon auf dem Tempelberg in Jerusalem beginnt die zweite Intifada. Die anfänglich friedlichen Demonstrationen der Palästinenser verschärfen sich am Tag darauf und werden von der israelischen Polizei unter Waffeneinsatz niedergeschlagen. Dies wiederum löst im Gazastreifen und Westjordanland gewaltsame und bewaffnete Ausschreitungen gegen israelisches Besatzungspersonal aus. Über 3000 Palestinänser und 1000 Israelis sterben während in dieser Zeit.

Hören: DRS 1 International vom 23.09.2001
11. November 2004
Jassir Arafat stirbt
Jassir Arafat, der Präsident der palästinensischen Autonomiegebiete, stirbt an den Folgen einer Gehirnblutung im Militärkrankenhaus Percy in Clamart bei Paris. Arafat erhielt 1994 zusammen mit Shimon Peres und Jitzhak Rabin den Friedensnobelpreis für seine Friedensbemühungen im Nahostkonflikt.
2003
Mauerbau
Israel beginnt entlang der Grenze zum Westjordanland eine Mauer zu errichten. Die Idee kommt ursprünglich vom Präsidentschaftskandidaten Amram Mitzna als Reaktion auf die vielen Selbstmordattentate. Die Mauer ist heute über 700 Kilometer lang und stösst international auf Kritik, da sie in Konflikt mit dem Völkerrecht steht.
August 2005
Räumung des Gazastreifens
Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon setzt nach langen innenpolitischen Auseinandersetzungen den Abzug der Israelis aus dem Gazastreifen durch. Es gibt Widerstand - vor allem von den Siedlern.

Hören: Bericht aus Gush Katif, dem grössten israelischen Siedlungsgebiet im Gazastreifen
12. Juli 2006 - 14. August
Libanonkrieg
Seit dem Abzug der israelischen Truppen aus dem Libanon im Jahre 2000 kommt es im israelisch-libanesischen Grenzgebiet weiterhin zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Als die israelische Armee schliesslich im Juni 2006 erstmals wieder in den Gazastreifen eindringt, entführt die islamitische Organisation Hisbollah zwei israelische Soldaten. Israel reagiert mit starkem Raketenbeschuss, die Hisbollah kontert mit Angriffen auf die israelische Stadt Haifa. Über 1500 Menschen kommen während dem Libanonkrieg ums Leben.
27. Dezember 2008
Operation «Gegossenes Blei»
Nach dem Beschuss der israelischen Städte Netivot, Aschkelon und Beerscheba starten die israelischen Streitkräfte mit Luftangriffen gegen Einrichtungen der Hamas im Gazastreifen. Die Operation trägt den Namen «Gegossenes Blei» in Anlehnung an ein israelisches Chanukka-Kinderlied. Es ist die siebte kriegerische Auseinandersetzung im Gazastreifen und der schwerste Luftangriff des Nahostkonflikts seit dem Sechstagekrieg 1967. Nach palästinensischen Angaben hat das israelische Militär fast 200 Menschen getötet. Die Welt reagiert besorgt.

Hören: Echo der Zeit vom 27.12.2008
17. Januar 2009
Waffenruhe
Nach Israel hat auch die palästinensische Hamas eine Waffenruhe im Gaza-Krieg verkündet, unter der Bedingung, dass Israel sich innert einer Woche aus dem Gazastreifen zurück zieht.

Hören: Echo der Zeit vom 18.01.2009

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Kontext vom Dienstag, 13.1.2009, 09.06 Uhr

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