Die Euro 2008 - abseits des Spielfelds
Ob zuhause vor dem Fernseher, in der Beiz vor einer Leinwand oder sogar im Stadion - der Fussball ist allgegenwärtig. Der Sport, die Spieler und die Matches stehen in den nächsten Wochen im Mittelpunkt. Doch lohnt sich der Blick über den Spielfeldrand hinaus, um zu sehen, was die Euro abseits des Stadions bewirkt.
Fussballgötter und Babyboom
Die Euro ist neben einem sportlichen vor allem ein gesellschaftliches Ereignis, dessen Wirkung länger anhält als bis zum Schlusspfiff. Die Fussball-Europameisterschaft gilt nach der Weltmeisterschaft und den Olypmischen Spielen als grösstes Sportereignis. Fussball fasziniert, und angesichts der Massen im Stadion und der Begeisterung kommt zu Recht die Frage auf, ob Fussball eine Art Ersatzreligion ist.
Für gesellschaftliche Kuriositäten neben dem Spielfeld reicht es allemal: In Deutschland gab es wegen der WM 2006 einen wahren Babyboom. Neun Monate nach Abpfiff kamen 20 Prozent mehr Babys zur Welt als üblich. Das Ergebnis der Euro wird man in weiteren neun Monaten sehen.
Bier und Flatscreen
Und vielleicht bringt die Europameisterschaft ja wirklich den beschworenen Wirtschaftsaufschwung. Zum Vergleich: An der WM 2006 in Deutschland verdiente der Einzelhandel in nur drei Wochen rund 2 Milliarden Euro. Grillfleisch, Bier und Fernseher gehören eben immer noch dazu.
Kathi Lambrecht
