«NZZ» präsentiert sich in neuem Kleid
Die «Neue Zürcher Zeitung» will auch ein jüngeres Publikum ansprechen. Aus diesem Grund hat sich die «alte Tante» eine inhaltliche, gestalterische und blattarchitektonische Überarbeitung verpasst. Es ist die erste umfassende Überarbeitung der Zeitung seit 1946. Das Image der Bleiwüste solle der Vergangenheit angehören, sagt NZZ-Chefredaktor Markus Spillmann gegenüber Schweizer Radio DRS.
Drei statt fünf Bünde
Der erste Bund umfasst Internationales, Meldungen aus der Schweiz und aus Zürich, einschliesslich Zürcher Kultur. Zudem finden sich hier Todesanzeigen, Leserbriefe und, auf der Rückseite, Vermischtes.
Der zweite Bund enthält Wirtschaftsmeldungen aus dem In- und Ausland samt einem Wirtschafts-Hintergrund.
Im dritten Bund schliesslich finden sich Feuilleton-Meldungen, also Kultur, dazu Kino- und TV-Programme sowie das Wetter.
Von hinten nach vorne lesen
Wer an Wissenschaft interessiert ist, muss nur den Feuilleton-Bund umdrehen. Geschichten zu Forschung und Technik beginnen von der Rückseite her.
Das Gleiche gilt für Sportbegeisterte: Sie müssen den Wirtschaft-Bund umdrehen. Auch die Ressorts Bildung sowie Gesellschaft und Leben lesen sich künftig von den Bund-Rückseiten her.
Neue Leserinnen und Leser gewinnen
Das Facelifting ist Ergebnis einer sechmonatigen Arbeit zusammen mit einer international tätigen Kölner Agentur. Der Übergang zu nur noch drei Bünden sehen die Verantwortlichen als Antwort auf das Bedürnfis nach einer «flexiblen Blattarchitektur».
So könne die Zeitung künftig ohne Eingriffe in das redaktionelle Angebot auf kurzfristige Veränderungen beim Inseratevolumen reagieren.
Die insgesamt moderaten Änderungen sollen laut Spillmann die Stammleserschaft nicht vor den Kopf stossen. Gleichzeitig sollen sie aber auch neuen Leserinnen und Lesern, auch jüngeren, der Einstieg in die NZZ erleichtern. (bat/leus, ap/sda)
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