Schweizer Lyrikerin Erika Burkart gestorben
Erika Burkart bei der Verleihung des Schiller-Preises 2005. (Keystone)
Ein Rückblick auf das Werk von Erika Burkart
Lyrikerin Erika Burkart ist tot
Der Zürcher Literaturwissenschaftler Peter von Matt würdigte Erika Burkart als «die gegenwärtig charaktervollste lyrische Stimme der Schweiz. In ihrer Literatur hat sie über Jahrzehnte hinweg eine Welt der Bilder und Gefühle geschaffen, die unvergleichlich ist.»
Erika Burkart begann in den 1950er-Jahren nach einer kurzen Karriere als Lehrerin mit dem Schreiben. Ihr erstes Buch erschien 1953, der Gedichtband «Der dunkle Vogel». Der Band verwies auf ein tiefes Naturempfinden der Autorin, das sie ihr ganzes Schaffen hindurch beibehielt.
1970 veröffentlichte Erika Burkart ihre erste Prosa. Dem Roman «Moränen» folgten zwei weitere, autobiografisch geprägte Prosawerke.
Für ihr Schaffen wurde Erika Burkart mit einer grossen Zahl von Preisen geehrt, etwa mit dem Droste-Preis (1958), dem C. F. Meyer-Preis (1961), dem J. P. Hebel-Preis (1978),
dem Mozart-Preis und dem Gottfried Keller-Preis (beide 1990).
Im April 2005 erhielt sie als erste Schriftstellerin den Grossen Schillerpreis der Schweizerischen Schiller-Stiftung für ihr Gesamtwerk, in dem Erika Burkart sich «als grosse Lyrikerin und Mythenschöpferin» offenbare.
Erika Burkart war fast 40 Jahren lang mit dem Schriftsteller und Verleger Ernst Halter verheiratet. Das Paar lebte im ehemaligen Elternhaus von Erika Burkhart, dem einstigen Sommersitz der Äbte des Klosters Muri.
(bürg, sda)
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