Die Piazza von Locarno. (mbeo)
Locarno mit Mangas und Weltpremieren
Der Internationale Wettbewerb am Filmfestival Locarno steht dieses Jahr mit zahlreichen Weltpremieren im Zeichen der Neuentdeckungen. Erstmals ist auch ein japanischer Animationsfilm vertreten, wobei den Manga-Filmen zusätzlich ein Schwerpunkt gewidmet ist. Auch der Schweizer Film ist in Locarno stark präsent.
18 Filme im Wettbewerb
Das 62. Filmfestival Locarno ist das letzte unter der künstlerischen Leitung von Frédéric Maire. Er ist überzeugt, dem Publikum auch mit seinem letzten Jahrgang ein starkes und vielfältiges Programm bieten zu können. Für den Internationalen Wettbewerb sind bisher 18 Filme aus 15 Ländern bestätigt, wobei 14 Beiträge Weltpremieren sind und vier internationale Premieren. Mit Frédéric Mermouds «Complices» ist auch ein Schweizer Spielfilm vertreten.
Zum Auftakt: Liebe
Auf der Piazza Grande hat das Festival zehn Weltpremieren unter den bisher 13 bestätigten Filmen zu bieten. Den Auftakt macht die amerikanische Liebeskomödie «500 Days of Summer» von Marc Webb. Mit «My Sister's Keeper» von Nick Cassavetes wird später noch eine weitere US-Produktion gezeigt. Die Mehrzahl der Filme auf der Piazza kommen aber aus Europa.
Schweizer auf der Piazza
Auch das Schweizer Schaffen ist mit drei Filmen auf der Piazza vertreten, darunter mit dem Ensemblefilm «Giulias Verschwinden» von Regisseur Christoph Schaub, der auf einem Drehbuch des Schriftstellers Martin Suter beruht.
«Vitus» spielt live in Locarno
Der Auftakt zum Festival ist einer bereits bekannten Schweizer Produktion vorbehalten. Fredi Murers Film «Vitus» aus dem Jahr 2006 wird in einer leicht gekürzten Version gezeigt, gefolgt von einem Auftritt des jungen Pianisten und Protagonisten des Films, Teo Georghiu, der begleitet vom Orchester der italienischen Schweiz ein Schumann-Konzert spielen wird.
Manga-Retrospektive
Einen Schwerpunkt widmet das Filmfestival dieses Jahr dem japanischen Animationsfilm und seinem Einfluss auf Europa. Zum Projekt «Manga Impact» gehört unter anderem eine Retrospektive mit rund 30 langen Filmen, Einblicken in rund zwei Dutzend Fernsehserien und verschiedenen Kurzfilmprogrammen.
Am Internationalen Wettbewerb nimmt ausserdem der japanische Animationsfilm «Summer Wars» von Mamoru Hosoda teil, und auch auf der Piazza Grande steht eine «Manga Night» auf dem Programm.
Ehrung für William Friedkin
Der Ehrenleopard geht dieses Jahr an den amerikanischen Regisseur William Friedkin. Er feierte zahlreiche Welterfolge, unter anderem mit «The French Connection» (1971) und «The Exorcist» (1973).
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