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Donnerstag, 10.7.2008

Franz Kafka, Literaturikone des 20. Jahrhunderts

Über kaum einen anderen Schriftsteller wurde geschrieben, interpretiert und gerätselt wie über Franz Kafka. Sein Hauptwerk, das aus drei unvollständigen Romanen, vielen Erzählungen und Briefen besteht, hat eine selten breite Akzeptanz - sowohl bei Laien wie auch bei Literaturexperten. Und das, obwohl es als verworren und düster gilt.

Mit Werken wie «Das Schloss», «Der Prozess» oder der Erzählung «Die Verwandlung» schuf Kafka einen einzigartigen literarischen Kosmos. Die Interpretationen seiner Werke füllen ganze Bibliotheken, und kaum ein anderer Autor hat je eine derart einstimmige Wertschätzung erfahren. Kafkas Stil ist denn auch so individuell, dass seine Besonderheit nur durch die Schaffung eines neuen Begriffes beschrieben werden kann - mit dem Wort «kafkaesk».

Kathi Lambrecht

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Kafkas Leben

Kafkas Vater

Kafkas Humor


Hörspiel DRS 1 vom Freitag, 4.7.2008, 20.03 Uhr, DRS 1

«Ich zerreisse dich wie einen Fisch» nach Franz Kafka

Die übermächtige Vaterfigur ist aus dem Werk von Franz Kafka nicht wegzudenken. Im bekannten Brief an den Vater kommt sein von Schuldgefühl, Demütigung, Angst, Aggression und Verzweiflung geprägtes Verhältnis zum Vater ausführlich zum Ausdruck. Den Brief bekam der Vater bezeichnenderweise nie zu Gesicht.  Mehr

Hören (37:59)


DRS2aktuell vom Donnerstag, 3.7.2008, 12.03 Uhr

«Franz Kafka in Prag»

Franz Kafka gehört zu den berühmtesten Pragern und er hat seine Stadt nur sehr selten verlassen. Geschrieben hat er jedoch immer auf Deutsch. Wie klingt das Werk von Franz Kafka in seiner Heimatstadt nach? Lesen die jungen Prager die Werke des Schriftstellers auch heute noch? Ein Gespräch zum 125. Geburtstag von Franz Kafka mit dem SR DRS-Korrespondenten Marc Lehmann.  Mehr

Hören (26:42)Download (MP3, 11.1MB)


«Der Bau» von Franz Kafka

«Der Bau», entstanden im Winter 1923/24, ist ein erschütternder Monolog eines in seinem Bau - seinem Lebenswerk - gefangenen wie geborgenen Tieres. Es ist eine akribische Fallstudie der Angst: der Lebensangst, der Todesangst. Mit dieser unvollendeten Erzählung reflektierte Kafka, kurz bevor er an Tuberkulose starb, noch einmal sein Leben und sein Werk - eine Abrechnung, die weit über die Tragik einer einzelnen Existenz hinaus Gültigkeit besitzt.


  • Hören (68:45)

Weiterführende Links zum Beitrag:

  • Franzkafka.de
  • Werke Kafkas auf Gutenberg.de
  • Ausführliche Biografie Kafkas auf xlibris.de
  • Kafka Museum in Prag
  • Enzyklopedia Britannica über Kafka (englisch)
  • Die Wege des Kafka, fotografisch festgehalten
  • Deutsche Kafka Gesellschaft

Schnellsuche:
Gertrude Urzidil: Erinnerungen an Franz Kafka

Sie war die Schwester von Franz Kafkas Hebräischlehrer und heiratete später einen von Kafkas besten Freunden: Gertrude Urzidil-Thieberger (1898-1977), aus einer jüdischen Gelehrtenfamilie stammend und eine Lyrikerin von Rang. In dieser Sendung aus dem Jahr 1966 erinnert sich Getrude Urzidil an die Jahre zwischen etwa 1915 und 1925 in Prag, an ihre Begegnungen mit Franz Kafka und an das kulturelle Netzwerk, in dem sie sich beide damals mit ihren Geschwistern und Freunden bewegten.

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100 Sekunden Wissen: Franz Kafka

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