• Nachrichten
  • Blogs
  • Meine Meinung
  • Podcasts
  • Programm
  • Radiokiosk
  • Spiele
  • Themen
  • Über uns
  • A
  • A
  • A
  • Radio ein
  • Empfang
  • Hilfe
  • Kontakt
  • Home
  • Mein DRS
  • Nachrichten:
    • Schweiz
    • Wirtschaft
    • International
    • Sport
    • Regional
    • Nachrichtenticker
    • Wetter
    • Verkehr
  • Die neuesten Dossiers zu «Schweiz»
    • Der Einstieg in den Atomausstieg
    • Abstimmung vom 17. Juni
    • Schweiz sucht Wege in der Klima- und Energiepolitik
    • Abstimmung vom 11. März
    • Kontroverse um neue Kampfjets
    • Alle Dossiers
  • Programme
    • SR DRS
    • DRS 1
    • DRS 2
    • DRS 3
    • DRS 4 News
    • DRS Musikwelle
    • DRS Virus
    • Radio Swiss Classic
    • Radio Swiss Jazz
    • Radio Swiss Pop
  • Wissen:
  • Gesundheit & Medizin:

Freitag, 13.8.2010

Dick Marty für weltweite Drogenlegalisierung

Drogen sollten weltweit legalisiert werden - dies fordert der Tessiner FDP-Ständerat Dick Marty. Er plädiert dafür, die jetzt von Kriminellen eingefahrenen Gewinne besser in Form von Steuern dem Staat zufliessen zu lassen.

Dick Marty. (Keystone)

Bewegung in Schweizer Drogenpolitik

Müssen wir den Umgang mit Drogen neu überdenken? Ja, fordert ein Bericht der drei eidgenössischen Kommissionen für Alkoholfragen, für Drogenfragen und Tabakprävention. Die heute geltende Unterteilung zwischen legalen und illegalen Drogen sei nicht sinnvoll, und der Konsum müsste grundsätzlich straffrei sein, so die Forderung. Dem widerspricht der Verband Schweizerischer Polizeibeamter - obwohl es auch in Polizeikreisen durchaus Interesse an einer grundsätzlichen Diskussion gibt.

Beitrag aus Echo der Zeit vom Samstag, 7.8.2010, 19.00 Uhr

Der Tessiner FDP-Ständerat und Schweizer Europaratsabgeordnete Dick Marty hat sich für eine weltweite Freigabe von Drogen ausgesprochen. Das Drogenverbot habe «in eine totale Pleite geführt», sagte er in einem Interview mit dem österreichischen «Kurier».

Den Kriminellen die Gewinne wegnehmen
Das Verbot von harten Drogen führe nur zu hohen Preisen und entsprechenden Gewinnen für die Drogenmafia, ohne den Zugang zu Rauschmitteln zu schmälern, sagte Marty der Zeitung. «Man muss der Kriminalität diese Gewinne wegnehmen.»

Marty, der international als Ermittler des Europarats zu den geheimen CIA-Gefangenenlager bekannt wurde, beschäftigte sich als Tessiner Staatsanwalt 15 Jahre lang mit dem Kampf gegen Drogen.

Zum Umdenken habe ihn dabei bewogen, dass vor Gericht «immer nur die Kleinen vorgeführt werden», während die Drogenbosse in Luxushotels verkehrten, beste Beziehungen zur Wirtschaft hätten und «kaum gestört» würden, sagte Marty. Zugleich sei es noch nie so einfach gewesen, Drogen zu bekommen.

Kontrolle durch Besteuerung

Laut Marty sollte das derzeit für den Kampf gegen den Drogenhandel investierte Geld lieber in die Prävention gesteckt werden. Nach einer Legalisierung könnte der Staat den Drogenbereich durch die Besteuerung kontrollieren, ähnlich wie den Alkohol- und Tabakkonsum.

Zwar würden die Drogenpreise nach einem Ende des Verbots «total verfallen». Ob der Konsum deshalb aber dauerhaft steigen würde, bezweifle er. Auch bei der Aufhebung des Alkoholverbots in den USA habe man den Mut gehabt, diese Lösung anzuwenden.

Der Politiker verwies darauf, dass die Schweiz in den 1990er Jahren mit der Verteilung von Heroin an Abhängige die Beschaffungskriminalität gesenkt habe: «Diese Leute konnten wieder arbeiten, sie werden medizinisch begleitet.»

Langer Weg bis zur Freigabe

Marty räumte aber ein, dass eine Drogenfreigabe nur im internationalen Gleichklang möglich sei und er eine weltweite Legalisierung von Drogen «sicher nicht erleben» werde.

Das Entstehen von durch Drogenhandel finanzierten «Mafia-Staaten» in Lateinamerika könnte aber eine Beschleunigung des Denkprozesses in diese Richtung bewirken.

So forderte der mexikanische Ex-Präsident Vicente Fox angesichts des Drogenkriegs mit 28'000 Toten in den vergangenen Jahren bereits eine Freigabe des Drogenhandels, um der organisierten Kriminalität das Wasser abzugraben. (pet, sda/apa)

Beitrag weiterempfehlen Facebook Share / Facebook Like Twitter Google+ Email
  • …auf Facebook kommentieren.
    Facebook
  • …auf Twitter kommentieren.
    Twitter
  • …per E-Mail versenden.
    E-Mail
  • …auf Facebook empfehlen.
    Facebook Recommend
  • …auf Google+ kommentieren.
    Google +1

Verantwortlich für diesen Beitrag:

news.online


Mehr zum Stichwort:

  • Drogen

Schnellsuche:
Mehr zu Schweiz
  • 12.40 UhrBundesrat hat Euro-Notfallplan in der Schublade
  • Echo der Zeit vom Freitag, 25.5.2012, 19.00 UhrStaatsverträge vors Volk? Die Argumente
  • Freitag, 25.5.2012Dreifachmord: Lebenslänglich für alle Angeklagten
  • Freitag, 25.5.2012Seco rühmt die Personenfreizügigkeit
  • Freitag, 25.5.2012Swissgrid fordert neue Stromnetze
  • Alles zu Schweiz
  • AGB
  • Datenschutz
  • Webmaster
  • Impressum
Schweizer Radio und Fernsehen
  • SF
  • RTS
  • RSI
  • RTR
  • swissinfo
  • 3SAT
SRF Schweizer Radio und Fernsehen, Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft