Mohnanbau nimmt ab
In Afghanistan wird weltweit am meisten Mohn zur Opiatgewinnung angebaut. Bild: Keystone (Keystone)
Die weltweite Nachfrage nach Kokain, Opiaten oder Cannabis stagniert oder schrumpft, während die Produktion und der Konsum von synthetischen Drogen steigt. Dies gilt laut dem Uno-Weltdrogenbericht besonders für Entwicklungs- und Schwellenländer.
Drogenanbau nimmt ab
Im vergangenen Jahr sei allein der Schlafmohnanbau in Afghanistan um 19 Prozent zurückgegangen, meldet das Büro der UNO für die Drogen und Verbrechensbekämpfung (UNODC). Afghanistan stand bisher für 93 Prozent der Welt-Opiumproduktion, aus der dann Heroin hergestellt wird.
In Kolumbien, das die Hälfte des globalen Kokainvolumens produziert, sank der Anbau von Koka um 18 Prozent, die Kokain-Produktion schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um 28 Prozent.
Koka-Produktion auf Fünfjahrestief
Trotz einer Steigerung bei Anbau und Produktion in Peru und Bolivien sank die weltweite Koka-Produktion nach UNODC-Ermittlungen mit 845 Tonnen auf ein Fünfjahrestief.
Weiter heisst es in dem Report, die Nachfrage nach konventionellen Drogen sei in den grössten Absatzmärkten für Cannabis, Kokain und Opiate «stagnierend oder rückläufig».
Zunahme bei synthetischen Drogen
Gegensätzlich scheint sich der Markt für synthetische Drogen wie Amphetaminen, Methamphetaminen und Ecstasy zu entwickeln. Hier stabilisiert sich der Konsum in Industrieländern, während Produktion und Konsum in Entwicklungs- und Schwellenländern zu steigen scheint.
So produzierten Fabrik-grosse Labors in Südostasien gewaltige Mengen an Methamphetamin-Tabletten, Crystal Meth und anderen Substanzen wie Ketamin. Einige EU-Länder seien inzwischen Hauptlieferanten von Ecstasy, während Kanada sich zu einem wichtigen Umschlagplatz für Crystal Meth und Ecstasy entwickelt habe. (pet, sda/dpa)
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