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Die beliebtesten Sendungen

Einzelne Sendungen von Schweizer Radio DRS sind schon sehr lange im Programm. Andere Sendungen gibt es zwar heute nicht mehr, aber zu ihrer Zeit waren sie so erfolgreich, dass sie als «Strassenfeger» galten.

Signalkasten aus dem Radiostudio Bern. (Werner Feldmann)

Vielleicht erinnern auch Sie sich an den Familienmittagstisch, wo man um halb eins still sein musste, weil im Radio die Nachrichten kamen? Oder haben Sie Hitparaden-Hits auf Kassette aufgenommen, umd das Geld für die Single zu sparen? In unserer Auswahl finden hoffentlich auch Sie Interessantes zu der Sendung, die in Ihrer Erinnerung hängen geblieben ist.

Echo der Zeit

Manuskript des ersten Echo am 17.9.1945.Bild vergrössern

Die Radiosendung, die schon am längsten im Programm von Schweizer Radio DRS ist und alle Programmreformen bis jetzt überstanden hat. Das erste Echo wurde am 17. September 1945 ausgestrahlt. Die Sendung hiess ganz am Anfang «Echo der Zeit oder Schallplatten».

Man befürchtete, dass es nicht immer möglich sein würde, die anfänglich zwanzig Sendeminuten zu füllen, und wollte sich die Möglichkeit offen lassen, auch Musik zu senden.

Hanspeter Gschwend über 60 Jahre «Echo der Zeit» (7.9.2005)
Jubiläumssendung 40 Jahre Echo: Auslandkorrespondenten erinnern sich (17.9.1985)
Dossier: Weltgeschehen am Radio: Echo der Zeit
Nachrichten
Das Radiostudio Zürich sendete schon in seiner ersten Abendsendung ein Nachrichtenbulletin. Die Schweizer Zeitungsverleger hatten aber Angst vor der Konkurrenz im Aktualitätsbereich, deshalb einigte man sich darauf, dass das Radio keine eigenen Nachrichtenbulletins produzieren durfte. Ab 1931 wurden die täglich zwei Nachrichtenbulletins von der Schweizerischen Depeschenagentur produziert und ins Radioprogramm übernommen.

Während der Landi 1964 wird erstmals einmal täglich eine radio-eigene Nachrichtensendung verbreitet. Ab 1966 gibt es die Nachrichten stündlich. Erst 1971 werden alle Nachrichtensendungen vollständig von SR DRS selbst produziert.

Seit dem 5. November 2007 gibt es mit DRS4 News einen eigenen News-Kanal.
50 Jahre Nachrichten am Schweizer Radio (Prisma, 5.11.1974)
Wunschkonzert
Das Wunschkonzert wurde am 11. Februar 1946 zum ersten Mal gesendet. In den Anfangszeiten kam die Sendung nur jede dritte Woche. Der erste Moderator des Wunschkonzertes war Fritz Schäuffele. Seine Moderationen waren jeweils in Versform abgefasst.

Bis 1974 war der Briefkastenonkel, der Fragen der Hörerinnen und Hörer beantwortete, eine feste Rubrik innerhalb des Wunschkonzertes.
Fritz Schäuffele gibt Beispiele für seine gereimten Moderationen (Siesta, 25.9.2001)
«Und plötzlich brannte das Mikrofon». Hilde Thalmann, lanjährige Redaktorin des Wunschkonzerts, erinnert sich an ihren einzigen Moderationsversuch (Siesta, 25.9.2001)

Spalebärg 77a

Ruedi Walter, 1986.

In den fünfziger und sechziger Jahren war man an jedem dritten Samstag nach den Mittagsnachrichten am «Spalebärg 77a - Bis Ehrsams zum schwarze Kaffi» zu Gast. Der kabarettistische Kommentar zum Wochengeschehen war bei den RadiohörerInnen so beliebt, dass die Sendung weit über hundert Mal ausgestrahlt wurde.

1960 entstand sogar ein ganzes Hörspiel, das Einblick ins Leben von Louisli und Gusti Ehrsam gab. Und auch in einem Werbefilm tauchen die beiden auf.

Hörspiel Spalebärg 77a von 1960
Spalebärg 77a vom 4.4.1959 (Hörbühne 18.6.2010, Zum 20. Todestag von Ruedi Walter)
Werbefilm mit dem Ehepaar Ehrsam
Radio-Hitparade

Düde Dürst, Christoph Schwegler
und Toni Vescoli, 31.10.1972.
(Bild: Keystone)

Seit Anfang 1968 wöchentliche Sendung, in der die meistverkauften Singles präsentiert werden. Die Sendung hiess in den 70er Jahren deshalb auch «Bestseller auf dem Plattenteller».

«Mister Pop», d. h. Jürg Marquard, moderierte die Sendung von 1970 - 1974. Der Moderator der allerersten Sendung am 2. Januar 1968 war Christoph Schwegler.

250. Radio-Hitparade 1972: Signet und Begrüssung (Live-Sendung aus dem Studio Zürich, 31.10.1972)
Schnabelweid

Seit dem 5. Januar 1991 ist die Schnabelweid auf Sendung. Natürlich gab es auch davor Mundartsendungen im Radioprogramm: am Anfang kamen sie aber zu verschiedenen Zeiten und hiessen auch nicht immer gleich.

Erst ab 1982 hatten die Mundartsendungen mit der «Mundartecke» am Sonntag Nachmittag einen festen Sendeplatz. 1991 folgte die «Schnabelweid», die zuerst am Samstag Abend ausgestrahlt wurde. Der Briefkasten, wo auf Wunsch der HörerInnen Dialektwörter erklärt werden, ist seit 1995 Teil der Sendung.

Schnabelweid vom 7.1.2010: Von den Anfängen bis zur Online-Mundartwelt

Persönlich

Am Sonntag, 4. April 1976, um 10.00 Uhr begrüsste Charles Clerc zu einer «neuen Sendung, die eigentlich eine uralte Sendung ist, nämlich ein Gespräch». In den USA und in Deutschland kenne man die Fernseh-Talkshow, so Clerc, doch im Radio höre man diesen Begriff nicht so gerne. Darum heisse die neue Sendung schlicht und einfach «Persönlich». Und wenn das Publikum am Schluss finde, es mache Spass, wieder einmal miteinander zu reden, so sei diese Sendung eine gute Sendung gewesen.

«Persönlich» will seither als lockeres Gespräch, als «Causerie», unterhalten. In einer offenen Atmosphäre erzählen zwei Gäste über ihr Leben, ihren Beruf, ihre Wünsche, Interessen, Ansichten und Meinungen. Als «Erfinder» von «Persönlich», der ersten Talk-Sendung in der Schweiz, gilt der «Ratefuchs» Guido Baumann, von 1974-1978 Abteilungsleiter Unterhaltung bei Schweizer Radio DRS.
25 Jahre Persönlich live aus dem Schiffbau: Die ersten ModeratorInnen im Gespräch (21.10.2001)

Persönlich Highlights
Sport und Musik

Hans Sutter bei einer Fussball-Reportage.
Sportreportagen gab es beim jungen Medium Radio schon früh. Allerdings in geringer Zahl, und die Technik war noch sehr bescheiden.

Seit den späten 1950er Jahren hatte am Sonntagnachmittag die Sendung «Sport und Musik» ihren festen Sendeplatz. Neben Musik sendete man (Live)-Berichte von Sportanlässen und brachte Sportresultate. Michael Luisier erinnert sich in seinem Feature an Sonntag-Nachmittage, die er vor dem Radio verbrachte.


Hans Sutter erinnert sich an seine erste Fussball-Reportage 1927
Sonntag: Sport am Ruhetag (Passage2 von Michael Luisier, 7.5.2004)
Sport erobert die Medienwelt (1970)
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Spalebärg 77a

Die Radiogeschichte in sechs Epochen

«Sechs Uhr dreissig, Schweizer Radio DRS, Morgenjournal.» Zahlreiche Hände tasten sich zum Radiowecker, jeden Morgen, um mit den Nachrichten den neuen Tag zu beginnen. Seit über 75 Jahren gibt es das Radio in der Schweiz. Zuvor war es eine Angelegenheit für Forschung und Militär, bis das «Radiofieber» weitere Kreise zog und ein nationaler Sender möglich wurde.  Mehr

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