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(keystone)

Montag, 27.10.2008

Prager Frühling - die gescheiterte Reform

In der Nacht auf den 21. August 1968 überschritten Truppen von fünf Staaten des Warschauer-Pakts die Grenzen zur Tschechoslowakei (CSSR). Der Traum von einem «Sozialismus mit menschlichem Antlitz», wie man ihn in der CSSR schaffen wollte, war vorbei. Die erst kürzlich gewonnenen Rechte wie Meinungs- und Versammlungsfreiheit wurden der tschechischen Bevölkerung mit Gewalt wieder genommen.

Die heute als «Prager Frühling» bekannten Reformbemühungen und die Schaffung eines neuen Sozialismus in der CSSR waren eng mit der Wirtschaftskrise von 1963 verbunden. Ein neues ökonomisches Modell war gefragt, das die zentralistische Planwirtschaft ablösen sollte.

Die Diskussionen um die Reformideen nahm ein immer grösseres Aussmass an und wurde bald auch auf politischer und medialer Ebene geführt - undenkbar für ein Land, in dem Zensur galt und keine freie Meinungsäusserung möglich war. Die Ablösung des unbeliebten und russlandtreuen Staats- und Parteichefs Antonín Nowotný durch Alexander Dubček im Januar 1968 markierte den Start der Reform. Der Prager Frühling gilt heute als wichtigster Reformversuch des realsozialistischen Modells.

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Der Prager Frühling - eine Chronik

Köpfe des Prager Frühlings

Prager Frühling im Internet


Echo der Zeit vom Mittwoch, 20.8.2008, 19.00 Uhr

Vor 40 Jahren: Das Ende des «Prager Frühlings»

In der Nacht auf den 21. August 1968 walzten Panzer des Warschauer Paktes das nieder, was viele Menschen im Ostblock zuvor einige Wochen lang auf eine Reform des Sozialismus hatte hoffen lassen.


    • Mehr
  • Hören (8:17)

Kontext vom Donnerstag, 21.8.2008, 09.05 Uhr

Prag 1968: Der kurze Frühling der Reform

Vor vierzig Jahren geschah in Prag, wovor Schweizer Politiker während des Kalten Kriegs immer wieder gewarnt hatten: Die Sowjets rückten mit Panzern nach Westen vor und griffen einen Kleinstaat an.   Mehr

Hören (28:38)Download (MP3, 13.3MB)


DRS 4 aktuell vom Mittwoch, 20.8.2008, 11.17 Uhr, DRS 4 News

Neue Erkenntnisse zu den Ereignissen des «Prager Frühlings»

In der Nacht auf den 21. August 1968 rückten Panzer aus der Sowjetunion und weiteren «Bruderstaaten» des Warschauer Pakts in die Tschechoslowakei ein und beendeten auf brutale Weise die zaghaften Reformversuche. Der «Prager Frühling» war gescheitert.   Mehr

Hören (8:29)


Regionaljournal Aargau Solothurn vom Freitag, 22.8.2008, 17.30 Uhr, DRS 1

Der Aargau und der Prager Frühling

Vor 40 Jahren marschierten Warschaupakt-Truppen in der Tschechoslowakei ein und walzten den «Prager Frühling» nieder. Vendula Roudnicka, eine gebürtige Pragerin, half damals, dem Fernsehen aus dem Untergrund zu senden. Im Herbst 1968 flüchtete sie in den Aargau.


    • Mehr
  • Hören (15:17)

DRS 4 aktuell vom Mittwoch, 20.8.2008, 11.34 Uhr, DRS 4 News

Prager Frühling am Radio

In Frühjahr und Sommer 1968 waren  die Menschen in der damaligen Tschechoslowakei voller Hoffnung. Sie erlebten mutige politische Reformen des sozialistischen Systems.  Doch in der Nacht zum 21. August 1968 walzten sowjetische Panzer den «Prager Frühling» brutal nieder.    Mehr

Hören (3:03)


Mehr zum Stichwort:

  • Prager Frühling

Schnellsuche:

Breschnew wollte Einmarsch in Prag 1968 verhindern

1968 hat der Warschauer Pakt seine Panzer in der Tschechoslowakei einfahren lassen und die Aufbruchstimmung des «Prager Frühlings» niedergeschlagen.   Mehr

Beitrag aus Echo der Zeit vom Freitag, 16.11.2007, 19.00 Uhr

Die 68er - kurzer Sommer, lange Wirkung

1968 - für die einen ist es ein magisches Jahr, in dem die Studenten den «Muff von tausend Jahren» endlich beseitigten und mit Recht die Werte und Vorstellungen der älteren Generation in Frage stellten. Für die anderen war es eine Irrung der Jugend und in Deutschland die Vorgeschichte zum Terrorismus der Roten Armee Fraktion.   Mehr

Franz Kafka, Literaturikone des 20. Jahrhunderts
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