Waffenbesitz - das Gewehr im Schrank
In jedem vierten Haushalt in der Schweiz liegt eine Waffe. Viele Armeeangehörige haben das Sturmgewehr zu Hause, 90`000 Schützen üben sich im Schiesssport, und Waffen-Liebhaber handeln mit alten und neuen Schiesseisen.
Laut einem Bericht des Genfer Instituts für Internationale Studien (HEI) vom August 2007 liegt die Schweiz in der Statistik «Waffen pro Kopf der Bevölkerung» im Weltvergleich auf Rang 4 - noch vor dem Irak.
Die Affinität zu Waffen hat eine Kehrseite: Ein Viertel der Suizide erfolgt durch Schusswaffen, und bei Familientragödien kommt die Waffe ebenfalls oft zum Zug. Traurige Bilanz: Jährlich 300 Todesopfer durch Dienstwaffen.
Nach der Ermordung der Skirennfahrerin Corinne Rey-Bellet im Frühjahr 2006 wurde die Forderung nach einer Abrüstung der privaten Haushalte laut, insbesondere die Aufhebung der alten Militärtradition «Sturmgewehr im Schrank».
Die Beratung des Waffengesetzes im Parlament zeigte, dass die Tradition der Wehrbereitschaft hochgehalten wird. Nach dem Tötungsdelikt am Hönggerberg, bei dem im Herbst 2007 ein Mädchen erschossen wurde, wird jedoch die Möglichkeit diskutiert, dass die Sturmgewehre in den Zeughäusern gelagert werden
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