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Dienstag, 22.4.2008

Jugendgewalt - ein Problem ohne Lösung?

«Die Jugend liebt heute den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt mehr vor älteren Leuten und diskutiert, wo sie arbeiten sollte.» Dieses Zitat wird Sokrates zugeschrieben - die Sorge der Erwachsenen über die verwahrloste Jugend besteht also schon seit mindestens 2500 Jahren.

Und heute? Laut dem Bundesamt für Statistik werden immer mehr Jugendliche kriminell, die Anzahl der verurteilten Minderjährigen steigt stetig.

In diesem Dossier werden die Hintergründe der Jugendgewalt beleuchtet. Steigt tatsächlich die Gewalt oder nur die Anzeigen gegen die Täter? Wer wird gewalttätig und warum? Politiker, Erziehungsexperten und Psychologen diskutieren.

Die Erkenntnis ist ernüchternd - bei der Thematisierung der zunehmenden Brutalität wird schnell klar: Jugendgewalt ist ein vielschichtiges Problem, das keine Patentlösung kennt.

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Jugend und Gewalt: eine Diskussion

DRS1, Doppelpunkt, 8.11.2007, 52:26
Unter der Leitung von Christine Hubacher diskutieren Martin Killias, Professor für Strafrecht Universität Zürich, Heinz Zimmermann, Chefarzt und Direktor des Notfallzentrums am Inselspital Bern, Rolf Weilenmann, Chef des Jugenddienstes des Kantons Zürich, und Andrea Lanfranchi, Fachpsychologe für Kinder- und Jugendpsychologie FSP. Ausserdem kommen junge Leute zu Wort.


  • Hören (12:05)

Gewalttätige Jugend

Input, DRS3, 28.1.2007, 48:26
Berichte über gewalttätige Jugendliche reissen nicht ab. Die Hintergründe der Taten bleiben dabei meist im Dunklen. «Input» zeichnet die Biographie eines gewalttätigen Jugendlichen nach und fragt nach Ursachen und Lösungsmöglichkeiten von Jugendgewalt.


  • Hören (48:26)

Jugendgewalt im Zusammenhang mit den Vorfällen in Zürich-Seebach

Focus, DRS3, 20.11.2006, 47:03
Wer ist schuld an der zunehmenden Brutalität der Jugendlichen? DRS3 sucht zusammen mit Fachpersonen nach Erklärungen. Zu Gast bei Dominic Dillier im Focus sind: Daniel Süss, Medienpädagoge und Cornelia Bessler, Jugendpsychologin und Mitarbeiterin der Fachstelle für Kinder und Jugendforensik.


  • Hören (47:03)

Schlag ins Gesicht

Input DRS3, 2.4.2006, 45:06
Mit «Knallhart» kam 2006 ein Film in die Kinos, der Gewalt unter Jugendlichen an Schulen thematisiert. Fiktion oder Realität? «Input» lud eine Schulklasse aus einer ländlichen Schweizer Agglomerationsgemeinde ins Kino ein und stellt fest: Bei uns sieht es nicht anders aus.


  • Hören (45:06)

Wenn Jugendliche gewalttätig werden

Doppelpunkt, DRS1, 21.3.2006, 46:11
Bei Jugendgewalt schaut die Gesellschaft nicht weg: Der «Doppelpunkt» zeigt, was gegen Jugendgewalt getan wird; von der Prävention in der Schule bis hin zum Jugendanwalt, der sich um straffällige Jugendliche kümmert.


  • Hören (46:12)

Jugendgewalt entsteht in einem kalten sozialen Klima, sagt eine Studie der Uni Basel

Echo der Zeit, DRS1, 9.3.2005, 8:41
Der Soziologieprofessor Ueli Mäder und der Erziehungswissenschaftler Wassilis Kassis von der Universität Basel untersuchten das Phänomen Jugendgewalt. Ihr Fazit: Die Jugend wird im Stich gelassen.


  • Hören (8:41)

Download zum Beitrag:

  • Bericht zur Prävention von Jugendgewalt (EKA 2006) (841.3KB, PDF)

Weiterführende Links zum Beitrag:

  • Massnahmenpaket des EJPD gegen die Jugendgewalt
  • Die Beratungsstellen der Schweizer Opferhilfe
  • Mitteilung des BFS über ansteigende Jugendstrafurteile
  • Die Schweizerische Kriminalprävention zu Jugendgewalt
  • Forschungsprojekt Jugendgewalt an der Universität Basel
  • Nationale Aktion zur Gewaltprävention

Mehr zu den Stichwörtern:

  • Gewalt
  • Jugend
  • Jugendgewalt
  • Jugendkriminalität

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Downloads zum Beitrag
  • Bericht zur Prävention von Jugendgewalt (EKA 2006) (841.3KB, PDF)
Damals

Ursachen und Hintergründe der Zürcher Unruhen
Spiegel der Zeit. 21.07.68, 55:34
Jugendgewalt ist nicht nur ein Problem der Gegenwart. Krawalle von Jugendlichen in Zürich gab es auch in den 60er Jahren. Ein Gespräch von 1968 mit den Experten August Hohler, Fred Luchsinger, Franz Marty und Nationalrat Ulrich Götsch gibt Einblick, wie damals mit Jugendgewalt umgegangen wurde, welche Reaktionen es gab und welche Ursachen dafür gesucht wurden.

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Damals

Der Chef der Zürcher Kripo über die Jugendkriminalität
Von Tag zu Tag, DRS1, 15.4.1966, 4:11

Walter Hubatka von der Zürcher Kriminalpolizei gibt Auskunft über die häufigsten strafbaren Handlungen, die bei Jugendlichen in Zürich in den 60er-Jahren vorkamen.

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