Film-Tipp: When You’re Jim Morrison
Im Zeittunnel zurück zu The Doors: Robbie Krieger, Ray Manzarek, John Densmore und Jim Morrison. (Frenetic)
«When You're Strange» muss man sehen, wenn man Doors-Fan ist. Aber wer Doors-Fan ist, wird von diesem Film nichts Neues lernen. Immerhin bietet Tom DiCillos Doku diverse seltene oder noch nie gesehene Aufnahmen.
Der Film beginnt mit einem Ausschnitt aus Jim Morrisons eigenem Filmfragment «HWY», doch die Tonspur ist nicht original. Jim Morrison hört nämlich im Autoradio die Nachricht seines eigenen Todes am 3. Juli 1971 in Paris.
Lauter Originalaufnahmen
Danach rekapituliert Regisseur Tom DiCillo die Karriere der Doors chronologisch. Er hat sich dagegen entschieden, neue Interviews zu drehen, und präsentiert ausschliesslich Originalaufnahmen aus den 60er und 70er Jahren.
Der Kommentar, den DiCillo für Hollywood-Star Johnny Depp geschrieben hat, wirkt eher uninspiriert. Neue oder eigene Gedanken zu den Doors bietet DiCillo nicht. Analysieren oder hinterfragen ist nicht seine Sache.
«Light My Fire»
Dafür wird es witzig, wenn einige Girls Jim Morrison fragen, ob The Doors wie die Retortenband The Monkees klingen. Und Morrison an einer Tankstelle rauchen zu sehen, gibt dem Doors-Hit «Light My Fire» eine ganz neue Note.
Mein Feuer konnte «When You're Strange» nicht anfachen. Die alten Aufnahmen sind zwar interessant und machen oft auch Spass, aber die fehlende Vertiefung lässt einen merkwürdig ratlos zurück. (rb)
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