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Lukas Bärfuss

(Beatrice Künzi)

Lukas Bärfuss begann seine Karriere als Autor 1997 nach dem Abschluss seiner Buchhändlerlehre. Bekannt wurde der 37-jährige vor allem durch seine Arbeit als Dramatiker.

Seine allerersten Texte schrieb Bärfuss für die Zürcher Theatergruppe «400asa», die er mitbegründet hatte.Nach ersten Erfolgen in Zürich, kamen Auftragsarbeiten für Theater in der Schweiz und Deutschland.

Grosse Aufmerksamkeit erhielt Bärfuss für das Stück «Meienbergs Tod». Das Porträt des polarisierenden Journalisten und Schriftstellers wurde 2001 am Theater Basel uraufgeführt. Zwei Jahre später feierte sein Stück «Die sexuellen Neurosen unserer Eltern» auch in Deutschland grosse Erfolge und brachte Bärfuss die Auszeichnung als Nachwuchsdramatiker 2003 der Zeitschrift «Theater Heute».

Neben seiner Theaterarbeit hat Bärfuss bis zum Roman «Hundert Tage» erst ein Prosawerk geschrieben: «Die toten Männer» erschien 2002.

Lukas Bärfuss hat bereits einige Kulturpreise u.a. in Thun, Bern und Zürich für sein Werk erhalten. 2005 wurde er mit dem Mülheimer Dramatikerpreis ausgezeichnet und erhielt im selben Jahr den Gerrit-Engelke-Literaturpreis der Stadt Hannover. 2008 teilt sich Bärfuss mit der Schriftstellerin Alejandra Costamagna den Anna-Seghers-Preis.

Das Buch «Hundert Tage»

Buchcover «Hundert Tage» ist erst der zweite Prosatext von Lukas Bärfuss und sein erster Roman. Er erzählt die Geschichte eines Schweizer Entwicklungshelfers, der 1994 Zeuge des Völkermordes in Ruanda wird. «Hundert Tage» war auch auf der «Long List» für den deutschen Bücherpreis.

Kurzinhalt (Verlagstext):

«Ruanda, April 1994, in Kigali wütet der Mob. David, Mitarbeiter der Schweizer Entwicklungshilfe, hat das Flugzeug, mit dem die letzten Ausländer evakuiert wurden, abfliegen lassen. Er versteckt sich hundert Tage in seinem Haus, vom Gärtner mit Nahrung versorgt - und mit Informationen über Agathe, Tochter eines Ministerialbeamten, die der Grund für sein Bleiben ist. Die vergangenen vier Jahre ihrer Liebe ziehen ihm durch den Kopf, die Zeit, die er als Entwicklungshelfer in Kigali verbrachte. Millionen wurden in ein totalitäres Regime gepumpt, das schliesslich, als es die Macht an eine Rebellenarmee zu verlieren drohte, einen Genozid organisierte. Auch David wurde zum Komplizen der Schlächter, und als die Aufständischen Kigali einnehmen, flieht er mit den Völkermördern über die Grenze. Dort findet er in einem Flüchtlingslager Agathe wieder, aber es ist nicht die Frau, die er einmal liebte.»

Hören

Bärfuss liest aus «Hundert Tage» (Solothurner Literaturtage)

Lukas Bärfuss zu Gast in der Sendung «52 Beste Bücher»

Links zu «Hundert Tage»

Interview mit Bärfuss an der Frankfurter Buchmesse (literarturcafe.de) Interview mit Bärfuss und Lesung (SF Kulturplatz) Besprechung Tages-Anzeiger Besprechung Hessischer Rundfunk Besprechung Die Tageszeitung

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Mehr zu den Stichwörtern:

  • Lukas Bärfuss
  • Schweizer Buchpreis

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Lukas Bärfuss und sein Roman «Hundert Tage»

«Hundert Tage» ist der erste Roman von Lukas Bärfuss. In ihm erzählt er die Geschichte eines Schweizer Entwicklungshelfers, der 1994 Zeuge des Völkermordes in Ruanda wird.   Mehr

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