Der evangelische Theologieprofessor Fulbert Steffensky will nicht länger warten, «bis die letzten fusskranken Mitglieder von Kirchenleitungen» in der Gegenwart angekommen sind.
Fulbert Steffensky.
50 Jahre nach dem 2. Vatikanischen Konzil hat sich in der Ökumene zwischen Protestanten und Katholiken wenig bis gar nichts bewegt. Vor allem die Trennung von evangelischen und römisch-katholischen Christen bei der Eucharistie gilt als die grosse Ökumene-Bremse.
In Sachen Ökumene weiss Steffensky, wovon er redet: Der 78-Jährige studierte katholische und evangelische Theologie, lebte 13 Jahre lang als Benediktiner und konvertierte 1969 zur evangelischen Kirche.
Er war mit der verstorbenen Protestantin Dorothee Sölle verheiratet und unterrichtete bis zu seiner Pensionierung als Professor für Religionspädagogik in Hamburg. Heute lebt er in Luzern.
Traditionen verschwinden, Formen gehen verloren, Gemeinschaften lösen sich auf: Diesen Trend bekommen die Kirchen besonders deutlich zu spüren. Religion ist heute Privatsache, da will sich niemand dreinreden lassen. Mehr
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Vom braven Verband zu einer kritischen Institution: Der Schweizerische Katholische Frauenbund wird 100 Jahre alt. Ursprünglich übernahm er in der männerdominierten katholischen Kirche vor allem karitative Aufgaben, heute kämpft er für die Rechte und Anliegen der Frauen. Mehr
Der Autor Martin Walser ist in seinem neuesten Buch «Über Rechtfertigung. Eine Versuchung» auf dem Weg, sich an Vorbilder für entscheidende Fragen des Lebens und des Glaubens anzunähern. Das Buch ist für ihn eine «Gewissenserkundung», sagt der 85-Jährige. Mehr