Mediterrane Atmosphäre in Ungarn: der Széchenyi-Platz in Pécs. (Keystone)
Mediterran: Pécs
Die kleinste der drei Kulturhauptstädte Europas 2010 hat eine bewegte Vergangenheit: Das ungarische Pécs war einst römischer Siedlungsort, stand später unter türkischer Herrschaft und ist heute Zentrum der Donauschwaben - und Heimat von neun ethnischen Minderheiten mit eigenen Selbstverwaltungen.
Die bewegte Geschichte der Stadt hat Spuren hinterlassen: türkische Moscheen stehen hier neben barocken und klassizistischen Gebäuden. Die zahlreichen Baudenkmäler und eine klimatisch begünstigte Lage verleihen dem Ort eine mediterrane Atmosphäre.
Nebst dem eigentlichen Programm richtet sich das Hauptaugenmerk der Kulturhauptstadt Pécs auf die bildende Kunst: Aus Pécs stammt Victor Vasarely, der als Begründer der Op-Art gilt. Und mit Marcel Breuer hat die ungarische Stadt einen der wichtigsten Vertreter des Bauhauses hervorgebracht.
Istanbul, Essen und Pécs - so heissen 2010 die drei Kulturhauptstädte Europas. Kurz vor dem Start am 9. Januar werfen wir einen Blick auf die kleinste der drei Städte: Pécs in Ungarn. Die mittelgrosse Stadt mit rund 160 000 Einwohnern ist in unseren Breitengraden bislang eher wenig bekannt.
Die ungarische Stadt Pécs dürfte vielen kaum oder überhaupt nicht bekannt sein. Das dürfte sich mit dem Jahr als eine der europäischen Kulturhauptstädte etwas ändern, denn Pécs hat laut DRS-Osteueropa-Korrespondent Marc Lehmann durchaus etwas zu bieten.
Die drei Kulturhauptstädte Europas 2010 könnten unterschiedlicher nicht sein: Weltstädtisch die Metropole Istanbul, friedlich-verträumt das ungarische Pécs, und das aus dem Dornröschenschlaf gerüttelte Ruhrgebiet. Oder alles nur Klischees? Mehr