Biographie: Hugo Loetscher
Hugo Loetscher wurde am 22. Dezember 1929 in Zürich als Sohn eines Mechanikers geboren. Seine proletarische Herkunft hielt er immer hoch.
Start als Journalist
Nach der Promotion zum Dr. phil. arbeitete er als Literaturkritiker und Redaktor für die «Neue Zürcher Zeitung», die «Weltwoche» und das Magazin «du».
Freier Schriftsteller
Loetscher debütierte 1963 mit «Abwässer. Ein Gutachten». Es folgten die Romane «Die Kranzflechterin» (1964) und «Noah» (1967). Ab 1969 arbeitete Loetscher als freier Schriftsteller. Danach veröffentlichte er «Der Immune» (1975) und «Die Papiere des Immunen» (1986) und eine Vielzahl von Romanen, Essays, Gedichten und Reisereportagen.
Reisen zentral
Die Werke Loetschers basieren häufig auf seinen Reiseerfahrungen und anderen autobiografischen Elementen. «Die Augen des Mandarin» war vor zehn Jahren einer seiner grössten Kritikererfolge, für den er auch eine Ehrengabe des Kantons Zürich bekam.
Zwischen E und U
Loetschers grosse Stärke war die Ironie: Seine Werke lesen sich leicht, aber nie oberflächlich. Er mokiert sich, parodiert, übertreibt und spielt mit Ambivalenzen und Paradoxien. Loetscher, so Kritiker Andreas Isenschmid, sei ein «unverfälschtes Produkt des Zürcher Spätdadaismus».
Vielfach ausgezeichnet
Hugo Loetscher wurde häufig ausgezeichnet, so unter anderem 1992 mit dem Grossen Schillerpreis, 1996 mit dem Literaturpreis Lipp und 1994 mit dem «Kreuz des Südens - Orden für Verdienste um die brasilianische Kultur».
Erfolgreich in der Romandie
Die Liebe zum frankophonen Raum ist gegenseitig. In nur acht Jahren (1989-1997) wurden Loetschers Werke nahezu vollständig ins Französische übersetzt. Die erste Auflage von «Le Déserteur engagé» (Der Immune) war innerhalb einiger Monate vergriffen. Und «Si Dieu était Suisse» - die Dramatisierung seiner bekannten Essaysammlung «Der Waschküchenschlüssel» - war in der Westschweiz ein Theaterhit. (nab, sda/ap)
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