Hugo Loetscher ist tot
Hugo Loetscher, einer der ganz grossen Schweizer Autoren. (Archivbild von 2001) (Keystone)
Nur wenige Tage vor Erscheinen seines neusten Buchs ist der Schweizer Autor und Publizist Hugo Loetscher gestorben, wie der Diogenes-Verlag mitteilt. Er starb am Dienstag nach einer schweren Operation.
Einer der Grossen
Hugo Loetscher gehört zur Generation der Schweizer Schriftsteller nach Frisch und Dürrenmatt. Loetschers Werk zählt heute zu den bedeutendsten in der deutschsprachigen Schweiz. «Der Immune», «Der Waschküchenschlüssel», «Lesen statt klettern» oder «Der Buckel» gelten als seine wichtigsten Arbeiten.
Am 21. August 2009 erscheint sein neues Buch «War meine Zeit meine Zeit». Es ist eine intellektuelle Bilanz, in der Loetscher die Themen seines Lebens und seines Werks zu einer weltumspannenden Autogeographie entfaltet.
Kritischer Blick in Nähe und Ferne
Seine Rezeption des Fremden und der Blick auf die eigene Heimat, sein Einstehen für die Unabhängigkeit von ideologischen Verflechtungen sowie sein politisches Engagement als Schriftsteller und als Journalist sei aus der Szene der deutschsprachigen Schweizer Literatur nicht mehr wegzudenken, schreibt das Schweizerische Literaturarchiv, das einen Teil des Nachlasses von Loetscher bereits zu dessen Lebzeiten erworben hat.
Für sein Schaffen wurde Loetscher vielfach ausgezeichnet. Unter anderem erhielt er 1992 den grossen Schiller-Preis als einer der jüngsten Preisträger. 1994 wurde er mit dem Kreuz des Südens ausgezeichnet, einem Orden für Verdienste um die brasilianische Kultur. (nab)
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