Vom grossen Interesse, das die Art Basel im globalen Kunstmarkt geniesst, versuchen auch andere Messen zu profitieren, die sich rund um die Art angesiedelt haben. Die Anzahl der Nebenmessen hat über die Jahre zugenommen.
Scope, Volta und die Liste sind die bekanntesten - und haben schon seit einigen Jahren ihren festen Platz neben der Hauptmesse gefunden. Während die Liste bereits zum 15. Mal die Art Basel flankiert, findet die Volta zum 6. und Scope zum 4. Mal in Basel statt.
Die Nebenmessen präsentieren vor allem junge Galerien und aufstrebende Künstler oder Kunst, die thematisch nicht in das Programm der Art Basel passt.
Mit der «Art Basel» öffnet morgen die renommierteste Kunstmesse der Welt. Bereits heute geöffnet ist jedoch die «Liste», die «junge Art». Seit dreizehn Jahren eines der wichtigsten Sprungbretter für junge Kunstschaffende - auch für Nachwuchs-Galeristin Claudia Gröflin. Mehr
8. bis 14. Juni 2009, Landhof, Riehenstrasse 78a, 4058 Basel
Scope
Scope, die Kunstausstellung, die sich durch das Kuratieren von modernster zeitgenössischer Kunst aus der ganzen Welt einen Namen gemacht hat, kehrt für das dritte Jahr nach Basel zurück. Sie findet dieses Jahr an einem neuen, speziell errichteten Veranstaltungsort auf dem Sportplatz Landhof in nächster Nähe zur Art Basel statt.
Ausserdem wird die diesjährige Ausgabe der Messe mit 90 Galerien aus aller Welt und einem Schwerpunkt auf Asien und Berlin die bisher internationalste Manifestation sein.
9. bis 14. Juni 2009, Sudhaus Warteck, Burgweg 15, 4058 Basel
Liste 09
Die «Liste» präsentiert seit 1996 neue, wichtige Galerien und zeitgenössische junge Kunst. Sie gilt als Mutter der Art-Nebenmessen. Das Konzept: Nur Galerien, die jünger als fünf und Künstler die nicht über 40 Jahre alt sind, werden berücksichtigt. Die verwinkelte Architektur der ehemaligen Brauerei Warteck, in welcher die Ausstellung jährlich stattfindet, unterstreicht das Entdecker-Konzept dieser Veranstaltung.
Auch dieses Jahr geben mehr als die Hälfte der gezeigten Künstler und Künstlerinnen ihr Basler Debüt. Die legendäre Kunsthalle Bern wird als Sondergast eine Reihe spannender Künstlerprojekte vorstellen. Weitere Gäste sind das plug.in Basel und der Kaskadenkondensator.
8. bis 13. Juni 2008, Markthalle, Viaduktstrasse 10, 4054 Basel
Volta 5
Die Volta findet dieses Jahr bereits zum fünften Mal statt. Mit 95 Galerien ist sie nach der Art die zweitgrösste Kunstmesse in Basel. Nach dem eher kleinen Standort in einem alten Hafengebäude ausserhalb der Stadt konnte sich die Volta dieses Jahr die attraktive Markthalle in der Nähe des Bahnhofs sichern und so mehr Galerien einladen.
Focus ist ein Kultur- und Ausstellungsprojekt, dass dieses Jahr zum ersten Mal stattfindet. Es ist der Auftakt zu einer neuen Messe, die das Umfeld der Art Basel mit zeitgenössischem Kunstschaffen aus Afrika und der Diaspora bereichert.
Die Design Miami/Basel findet zweimal jährlich parallel zur Art Basel in Basel und Miami statt. Premiere hatte die Designmesse im Dezember 2005 in Florida, die Basler Ausgabe findet dieses Jahr zum vierten Mal statt.
Absicht der Designmesse ist es einserseits, hochwertiges Design in limitierter Auflage anzubieten. Hauptsächlich will man aber die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auch auf Design als Kunstrichtung zu lenken - vom Konzept über Anfertigung und Wertschätzung bis hin zur Investition.
Dieses Jahr beschränkt sich die Design Miami/Basel nicht nur auf das Design des 20. Jahrhunderts nach dem 2. Weltkrieg, sondern erstreckt sich auch auf das des 18. und 19. Jahrhunderts. Diese neue Haltung wird angeregt von dem Wunsch, neue Sichtweisen zu schaffen und die einstigen Designs und Produktionsverfahren in neuem Licht zu sehen und zu bewerten, da diese bei Objekten, die einfach als «Antiquitäten» abgestempelt werden, allzu oft übersehen werden.
8. bis 14. Juni 2009, St Jakobshalle, Brüglingerstrasse 19-21, 4052 Basel
The Solo Project
«The Solo Project» ist die jüngste der Nebenmessen - sie findet dieses Jahr zum zweiten Mal statt. Die von der Paul Kusseneers Galerie in Antwerpen initiierte Messe wird von verschiedenen amerikanischen und europäischen Galerien unterstützt. Ziel: Qualitäten präsentieren, die von der internationalen Kunstagenda nicht berücksichtigt werden.