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06.12.2010

Film-Tipp: Norwegische Weihnachten

Weihnachtsfilme sind so eine Sache. Meistens sind sie kitschig oder doof oder beides. Nicht so der norwegische Ensemblefilm «Home for Christmas», obwohl am Weihnachtsabend sogar ein Kind zur Welt kommt.

Die hübsche Dame denkt, ihr Freund stecke unterm Chlauskostüm, aber das ist ein Irrtum. (Filmcoopi)

Diese Weihnachtsgeschichte spielt in Skogli, einem norwegischen Dorf. Dort hat es Schnee in Hülle und Fülle und ist a...kalt. Deshalb freuen sich alle auf ein warmes Weihnachtsfest, ausser Jordan. Er ist ein Penner und weiss nicht wohin.

Aber er findet genauso eine gnädige Seele wie der Serbe und die hochschwangere Albanierin, die zusammen auf der Flucht sind. Dennoch ist der Film keine jener Weihnachtsgeschichten, in denen am Ende alles in rosaroter Ordnung ist.

Betrogen und gelogen
Im Gegenteil. Da wird auch gestorben, betrogen und gelogen. Die Menschen sind halt auch an Weihnachten nur Menschen. Besonders Paul, der seine Kinder schon sieben Wochen nicht mehr gesehen hat.

Seine Frau will Heiligabend mit ihrem neuen Freund feiern. Doch Paul hat eine Idee, wie er seinen Kindern die Geschenke trotzdem an diesem Abend persönlich überbringen kann: verkleidet als Weihnachtsmann.

Skurril und warmherzig
Bent Hamer hat schon in seinen Vorgängerfilmen «Kitchen Stories» und «Das neue Leben des Herrn Horten» diverse Schicksale verwoben und einen leicht skurrilen, aber warmherzigen Humor bewiesen. «Home for Christmas» setzt diese Tradition fort.

Diesen Weihnachtsfilm können selbst Festtagsmuffel mit grösstem Vergnügen sehen. Denn Bent Hamer umschifft die Kitschklippen trotz neugeborenem Baby. Am Ende liegt nicht das Kind in der Krippe, sondern... das sei hier nicht verraten. (rb)

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Reto Baer über «Liebling, lass uns scheiden» und «Home for Christmas»
Hören (6:00)



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