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01.11.2010

Film-Tipp: Ein Mann, ein Sarg, ein Hammerfilm

Egal wie gross der Kinosaal ist, bei «Buried» verwandelt er sich innert Sekunden in einen engen, dunklen Sarg. 90 Minuten lang bleibt die Kamera bei einem lebendig begrabenen Mann, dessen einzige Hoffnung ein fremdes Handy ist.

Ziemlich enge Dreharbeiten für Schauspieler Ryan Reynolds. (Ascot Elite)

Die ersten Sekunden sind absolut dunkel. Man hört nur jemanden atmen. Dann leuchtet ein Feuerzeug auf. Was der Mann im Licht der Flamme sieht, versetzt ihn in absolute Panik: Er ist in einem Brettersarg, durch dessen Deckel Sand rieselt.

Lebendig begraben. Einen grösseren Alptraum kann man sich kaum vorstellen. Daraus haben Drehbuchautor Chris Sparling und Regisseur Rodrigo Cortés einen Film gemacht, wie man ihn so noch nie sehen konnte.

Lebendig begraben
In «Phone Booth» wurde ein Mann in einer Telefonzelle erpresst, indem ihm ein Anrufer erklärte, ein Gewehr sei auf ihn gerichtet. In «Buried» ist die Situation noch prekärer. Nicht nur für den Betroffenen, sondern auch für die Filmemacher.

Gab es in «Phone Booth» noch die Umgebung, die man ins Bild rücken konnte, so gibt es in «Buried» einzig und allein das Gesicht des Schauspielers Ryan Reynolds. Er verkörpert den amerikanischen Lastwagenfahrer Paul, der im Irak lebendig begraben wurde.

Filmexperiment in Echtzeit
Die Entführer haben Paul ein Handy in den Sarg gelegt und verlangen nun von ihm, dass er sich damit selber filme, um mit dem Video 1 Million Dollar Lösegeld zu erpressen. Doch Paul versucht, mit dem Handy Hilfe zu organisieren.

«Buried» ist ein hoch spannendes Filmexperiment in Echtzeit. Der Thriller beweist, dass selbst gewählte Beschränkungen wie die Einheit von Raum und Zeit Filmemacher zu kreativer Höchstleistung anspornen können. (rb)

«Box-Office»-Beitrag von SF

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Die Kritik des Filmexperten Reto Baer
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