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11.09.2010

Film-Tipp: Martin Suter fürs Fernsehen

Jedes neue Martin-Suter-Buch landet auf der Bestseller-Liste. Kein Wunder, wird sein Lesefutter für die Massen nun auch verfilmt. Nachdem sein Originaldrehbuch «Giulias Verschwinden» und sein Roman «Lila Lila» fürs Kino adaptiert wurden, nahm sich das Schweizer Fernsehen nun Suters vorletzten Roman «Der letzte Weynfeldt» vor.

Kunstexperte Adrian Weynfeldt (Stefan Kurt) vor dem Corpus delicti, einem gefälschten Vallotton-Gemälde. (SF)

In der ersten Szene will er sich noch umbringen, der Zürcher Kunsthändler Adrian Weynfeldt (Stefan Kurt). Doch vorher möchte er sich noch einen letzten Martini in einer Bar gönnen. Dort lernt er Lorena (Marie Bäumer) kennen.

Gutes Geld und gute Manieren
Es kommt, wie es kommen muss. Weynfeldt verliebt sich in die schöne Rothaarige, verschiebt seinen Selbstmord und beginnt, die Frau mit seinem Reichtum und seinen guten Manieren zu bezirzen.

Das kommt gut an, obwohl die lebensfrohe Lorena das pure Gegenteil vom verklemmten Weynfeldt zu sein scheint. Doch Lorena ist ein Schlitzohr und in erster Linie darauf aus, den gutgläubigen Weynfeldt nach Strich und Faden auszunehmen.

Mittelprächtiger Film
Auch seine Freunde wollen ihn hereinlegen. Der Sammler Dr. Baier (Vadim Glowna) jubelt ihm einen gefälschten Vallotton für die nächste Auktion unter. Und der Fälscher Strasser (Roeland Wiesnekker) pumpt Weynfeldt frech um 50̕000 Franken an.

Alain Gsponer, der schon Suters «Lila, Lila» verfilmte, inszeniert die Geschichte geschmackvoll, aber etwas beschaulich. Das reicht für einen netten TV-Abend, nicht jedoch für ein Filmerlebnis, das nachwirkt. (rb)

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Die Kritik des Filmexperten Reto Baer
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DRS 3-Filmredaktor Reto Baer kennt die neusten Filme genauso gut wie die Klassiker und erklärt jeden Montag und Samstag jeweils nachmittags, welche Streifen einen Gang ins Kino lohnen.

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