Schweizer feiern Erfolg an Architekturbiennale
An der Architekturbiennale in Venedig geht der Goldene Löwe für den besten nationalen Beitrag nach Bahrain. Mitentworfen und realisiert wurde das Projekt vom Lausanner Laboratoire de la production d'architecture (Lapa).
In dem Beitrag Bahrains werden unter dem Titel «Wiedergewinnung» Strandhütten Marke Eigenbau präsentiert. Damit soll der rasante gesellschaftliche Wandel in der arabischen Welt dokumentiert werden.
Lapa für Konzept, Design und Produktion verantwortlich
In der Begründung der Jury heisst es, Bahrain sei es gelungen, «Formen flüchtiger Architektur zu präsentieren, die in der Lage sind, die Bedeutung des Meeres als öffentlicher Raum zu unterstreichen».
Das Lapa war von Regierung Bahrains beauftragt worden, das Ausstellungskonzept zusammen mit den Kuratoren Noura al-Sayeh und Fuad al-Ansari zu erarbeiten. Die Lausanner waren nach Angaben der ETH Lausanne zudem für das Design und die Produktion zuständig.
Das Lapa war bei der letzten Biennale 2008 bereits mitverantwortlich für den Schweizer Pavillon. Dort zeigt in diesem Jahr der Churer Ingenieur Jürg Conzett Fotos von Brücken und anderen öffentlichen Bauten.
Einzelpreis für transparentes Haus
Den Goldenen Löwen 2010 für den besten Einzelbeitrag erhielt der Japaner Junya Ishigami. Der junge Architekt schlug 42 Konkurrenten aus aller Welt mit der zarten Konstruktion eines fast unsichtbaren Wohnhauses aus durchsichtigen Plastikstäben.
Ehrenlöwen gab es dieses Jahr gleich zwei: Den Ehrenlöwen für sein Lebenswerk erhielt der niederländische Stararchitekt Rem Koolhaas als einer der wichtigsten Vertreter zeitgenössischer Architektur. Ein posthumer Goldener Löwe wurde dem 2006 gestorbenen Japaner Kazuo Shinohara verliehen. (ank, sda)
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