Ein Ostberliner Polizist arbeitet am 9. Okt. 1961 an der Berliner Mauer. (Keystone)
Eine Chronik des Mauerbaus
| 8. Mai 1945 | ||||
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Am Ende des 2. Weltkrieges wird Berlin in vier Sektoren aufgeteilt: in den amerikanischen, britischen und französischen Sektor im Westteil und den sowjetischen Sektor im Ostteil der Stadt. Teilweise wurden Schlagbäume und weiss-gelbe Holzpfeiler errichtet sowie Farbmarkierungen an Bäumen vorgenommen. |
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| 30. Juni 1946 |
Auf Veranlassung der Sowjetischen Militäradministration wird die Demarkationslinie zwischen Ost- und Westdeutschland gesichert. |
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| 29. Oktober 1946 |
Die Reise zwischen den Zonen ist nur noch mit einem 30 Tage gültigen Interzonenpass möglich. |
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| 24. Juni 1948 |
Beginn der Blockade Berlins durch die Sowjetunion. Als Folge dieser Blockade war eine Versorgung West-Berlins über die Land- und Wasserverbindungen durch die Westalliierten nicht mehr möglich. |
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| 25. Juni 1948 | ||||
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Einrichtung der Berliner Luftbrücke.
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| 12. Mai 1949 |
Aufhebung der Blockade Berlins. |
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| 24. Mai 1949 |
Gründung der Bundesrepublik Deutschland (Westdeutschland, BRD). |
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| 30. September 1949 |
Beendigung der Berliner Luftbrücke. |
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| 7. Oktober 1949 | ||||
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Gründung der Deutschen Demokratischen Republik (Ostdeutschland, DDR). |
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| 26. Mai 1952 |
Schliessung der Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland und zwischen der DDR und West-Berlin. Nur noch die Sektorengrenzen in Berlin sind frei passierbar. |
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| 14. November 1953 |
Die westlichen Alliierten verzichten auf den Interzonenpass. Die Sowjetunion folgt, aber DDR-Bürger benötigen trotzdem eine Genehmigung für Fahrten nach Westdeutschland. |
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| 11. Dezember 1957 |
Das Verlassen der DDR ohne Erlaubnis wird verboten und mit bis zu drei Jahren Haft bestraft. |
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| 1960 |
199 188 Menschen flüchten aus der DDR, davon drei Viertel über die noch offene Sektorengrenze von Ost- nach West-Berlin. |
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| 15. Juni 1961 | ||||
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Der DDR-Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht, unter dessen Verantwortung der Bau der Mauer stattfand, erklärt an einer Pressekonferenz: «niemand habe die Absicht, eine Mauer zu errichten.»
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| Juli 1961 |
Die Zahl der Flüchtlinge aus der DDR und Ost-Berlin hat mit 30 415 Menschen den höchsten Stand seit Juni 1953 erreicht. |
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| 9. August 1961 |
Unter strengster Geheimhaltung beginnt die stabsmässige Vorbereitung des Einsatzes von bewaffneten Kräften für den 13. August. |
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| 10. August 1961 |
Bei Einbruch der Dunkelheit werden zwei Armeedivisionen verschoben: die 8. Motorisierte Schützendivision aus Schwerin soll in Berlin selbst im Zusammenwirken mit der Volks- und Grenzpolizei Durchbrüche an der Sektorengrenze verhindern helfen. Die 1. Motorisierte Schützendivision aus Potsdam soll Durchbrüche am so genannten Aussenring von West-Berlin vereiteln. Die Aktion ist gegenüber allen Beteiligten als Übung getarnt. |
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| 11. August 1961 |
Sitzung der Volkskammer der DDR: Die Volkskammer bestätigt in einer Entschliessung die bereits eingeleiteten Massnahmen zur «Unterbindung der von Westdeutschland und Westberlin aus organisierten Kopfjägerei und des Menschenhandels». |
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| 13. August 1961 | ||||
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Die Sektorengrenze um West-Berlin wird geschlossen, der Mauerbau beginnt. Volkspolizisten riegeln die Grenzen zum Sowjetsektor ab. Seit dem frühen Morgen wird mitten in Berlin das Strassenpflaster aufgerissen, werden Asphaltstücke und Pflastersteine zu Barrikaden aufgeschichtet, Betonpfähle eingerammt und Stacheldrahtverhaue gezogen.
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| 14. August 1961 |
Das Brandenburger Tor wird geschlossen. |
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| 15. August 1961 |
Am Übergang Invalidenstrasse (Sandkrugbrücke) und anderen zentralen Strassenübergängen stellen Pioniereinheiten der Volkspolizei Betonplatten als Absperrung quer über die ganze Strassenbreite auf. |
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| 17. August 1961 | ||||
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Eine Maurerkolonne erhöht die Mauer auf der Sandkrugbrücke um zwei Lagen Hohlblocksteine. Sie ist jetzt rund 1,70 Meter hoch. Am Brandenburger Tor und Umgebung werden zusätzliche Sperren aus Betonklötzen und Stacheldraht installiert. Häuser in der Harzer Strasse (Treptow), deren Ausgänge nach West-Berlin gehen, werden zugemauert. |
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| 18. August 1961 |
Der Potsdamer Platz wird über Nacht zugemauert. Nachts um 1.25 Uhr laden Kranwagen am Potsdamer Platz Betonplatten ab, wie sie bisher nur an den Grenzübergängen als feste Sperren aufgestellt worden sind. Um 2.10 Uhr kommen Feuerwehrzüge, Mörtelwagen und Maurerkolonnen an. Von VOPOS bewacht beginnen Maurer, eine langgezogene Sperrmauer zu errichten. Um fünf Uhr früh rücken die Baukolonnen ab. Zurück lassen sie eine etwa 1,60 Meter hohe Mauer aus Betonplatten. |
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| 21. August 1961 |
Nachdem Eingänge und Fenster von unmittelbar an West-Berlin grenzenden Häusern zugemauert wurden, beginnen die erste Zwangsräumungen von Wohnungen. |
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| 22. August 1961 | ||||
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Der Eingang der Versöhnungskirche in der Bernauer Strasse wird zugemauert. Sie ist eine der Kirchen, deren Gottesdienste bis dahin gleichermassen von Ost- wie West-Berlinern besucht wurden. |
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| 25. August 1961 |
Die Sperranlagen zwischen dem brandenburgischen Umland und West-Berlin werden stetig ausgebaut. Häuser in Grenznähe werden geräumt und dem Erdboden gleichgemacht. Es entstehen erste Formen eines Todesstreifens: an der Zonengrenze im Süden Berlins zwischen Kleinmachnow und Zehlendorf sowie im Norden bei Reinickendorf. |
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| 26. August 1961 |
Alle Grenzübergänge werden für West-Berliner Einwohner geschlossen. |
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| 1961 bis 1989 | ||||
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Mindestens 136 Menschen werden zwischen 1961 und 1989 an der Berliner Mauer getötet oder kommen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime ums Leben. Darüber hinaus versterben mindestens 251 Reisende aus Ost und West vor, während oder nach Kontrollen an Berliner Grenzübergängen. |








