Film-Tipp: Agent 0014
Matt Damon glänzt als Biochemiker, der James Bond spielt (© Warner)
Im gigantischen Agrarkonzern ADM hätte Mark Whitacre (Matt Damon) eine glänzende Karriere vor sich, würde er seinen Arbeitgeber nicht ans FBI verraten. Weil es um multinationale illegale Preisabsprachen geht, sieht er sich bereits als aufrechten Einzelkämpfer. Als das FBI handfeste Beweise braucht, ist Whitacre sofort bereit, mit dem in seinem Aktenkoffer versteckten Recorder Gespräche aufzuzeichnen. Dabei kommt er sich selber wie ein Geheimagent vor. In einer Szene sagt er, er sei Agent 0014, weil er doppelt so gut sei wie 007.
Als Zuschauer reibt man sich die Augen, wie ein hohes Tier eines riesigen Konzerns - Whitacre war Präsident der BioProducts-Abteilung von ADM - so blauäugig in seine Rolle des Informanten geschlittert ist, «Whistleblower» (Verpfeiffer) wie die Amerikaner so was nennen. Er geht da richtig dilettantisch vor und gefährdet die Ermittlungen des FBI mehrmals durch eigenmächtiges Handeln.
Weil Regisseur Steven Soderbergh im wahren Stoff vor allem eine Realsatire sah, liess er das Drehbuch, das auf Kurt Eichenwalds Buch «The Informant (A True Story)» basiert, als Komödie verfassen. Das Resultat ist ein sehr vergnüglicher Kinofilm mit einem glänzenden Matt Damon. Mit der Zeit kann die Dialoglastigkeit allerdings etwas ermüdend wirken.
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