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Montag, 28.9.2009

Film-Tipp: Die Seele einlagern

Die surreale Komödie «Cold Souls» ist zum Schiessen komisch. Paul Giamatti, bekannt aus «Sideways» oder «Duplicity», spielt die Rolle seines Lebens: sich selber.

Paul Giamatti mit seiner extrahierten Seele im Glas.

Der New Yorker Schauspieler Paul Giamatti gerät während der Proben von Anton Tschechows Theaterstück «Onkel Wanja» in eine happige Existenzkrise. Per Zufall stösst er auf die neue Firma «Soul Storage», ein privates Labor, das den Menschen die Linderung der Seelenpein anbietet.

Aus Angst, an der schweren Rolle zu Grunde zu gehen, entschliesst sich Paul, seine Seele extrahieren, einfrieren und vorübergehend einlagern zu lassen, um sie sich nach Beendigung des höllischen Theaterengagements wieder neu «installieren» zu lassen. Als er sie wieder zurück will, erfährt er jedoch, seine Seele sei irrtümlich in Russland gelandet.

Schräger kann eine Filmstory gar nicht sein. Nachdem Paul Giamatti das Drehbuch der Regisseurin Sophie Barthes gelesen hatte, hat der 42-jährige Familienvater begeistert mitgemacht. Der grösste Spass sei gewesen, sich selber auf verschiedene Arten zu spielen: «Herauszufinden, was als seelenlos angesehen werden kann, war eine ziemliche Herausforderung. Ich hoffe, es gelang mir, die verschiedenen Zustände deutlich zu machen.»

Und wie! Paul Giamatti zuzusehen, wie er von einem Fettnäpfchen ins nächste tritt, ist ein Heidenspass.

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Kritik von DRS 3-Filmredaktor Reto Baer
Hören (3:47)



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