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21.09.2009

Film-Tipp: Wenn Schweizer in den Weltraum fliegen

«Cargo» ist der erste Schweizer Sciencefiction-Film überhaupt. Visuell hat er durchaus Hollywood-Niveau, inhaltlich bleibt er aber teilweise in den Weiten des Weltraums hängen.

Samuel Decker (Marin Rapold, links) und Claudio Vespucci (Michael Finger) geraten aneinander. (Ascot Elite)

Seit dem Öko-Kollaps der Erde lebt der grösste Teil der Menschheit in hoffungslos überfüllten Raumstationen. Der alte Raumfrachter «Kassandra» ist nun auf dem Weg zu so einer Station. In Schichten, die acht Monate dauern, überwacht jeweils ein Astronaut den Flug, der Rest der Besatzung liegt derweil tiefgefroren im Kälteschlaf. Während der Schicht der Ärztin Laura häufen sich die Zwischenfälle. Eine Erkundungsmission in den Frachtraum endet in einem Fiasko. Der Rest der Besatzung wird geweckt, und es beginnt ein Katz- und Mausspiel, bei dem nichts so ist, wie es scheint.

Was ein mitreissender Weltraumkrimi hätte werden können, fällt bald der sauerstoffarmen Story zum Opfer. Trotz der epischen Erzählweise werden die einzelnen Figuren nur oberflächlich charakterisiert. Auch die von Anna Katharina Schwabroh gespielte Hauptfigur Laura vermag das Publikum nicht wirklich auf ihre Seite zu ziehen.

Rasanter geschnitten und um 20 bis 30 Minuten gekürzt könnte «Cargo» schon viel gewinnen. Aber Regisseur Ivan Engler hat sich ganz bewusst für die epische Erzählweise entschieden, wie er im Interview mit DRS 3 erklärt. Der Filmemacher erklärt ausserdem, er hoffe, «Cargo» liefere ihm das Eintrittsticket nach Hollywood.

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Audio-Beiträge:


Die Kritik von Reto Baer hören
Hören (3:09)

Exklusives Interview mit Regisseur Ivan Engler hören
Hören (36:38)

Deutscher Originaltrailer



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DRS 3-Filmredaktor Reto Baer kennt die neusten Filme genauso gut wie die Klassiker und erklärt jeden Montag und Samstag jeweils nachmittags, welche Streifen einen Gang ins Kino lohnen.

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