Film-Tipp: Drei verkaterte Männer und ein Baby
Böses Erwachen in Las Vegas (Warner Bros.)
Vergesst «Poltergeist», jetzt kommt «Der Polterabend»! Naja, eigentlich müsste man den Filmtitel «The Hangover» mit «Der Kater» übersetzen, aber diesen Jahrhundert-Kater holen sich die Protagonisten eben am Polterabend ihres Freundes Doug (Justin Bartha). Zwei Tage vor Dougs Hochzeit haben ihn seine Kumpels Phil (Bradley Cooper) und Stu (Ed Helms) sowie sein zukünftiger Schwager Alan (Zach Galifianakis) nach Las Vegas eingeladen. Das Publikum stellt sich nach der Fahrt in die Spielerstadt schon auf die grosse Sause ein, doch dann folgt ein harter Schnitt: der Morgen danach. Die Hotelsuite sieht aus wie nach einem Bombenattentat. Und Bräutigam Doug ist nirgends zu finden. Dafür entdecken die drei Freunde einen ausgewachsenen Tiger im Badezimmer und ein schreiendes Baby in der Abstellkammer. Und Stu - ausgerechnet dem Zahnarzt - fehlt ein Schneidezahn.
Wie konnte das passieren? Die drei verkaterten Männer haben nicht die leiseste Ahnung. Sie können sich an gar nichts mehr erinnern. Deshalb müssen sie wie Detektive die Nacht rekonstruieren. Und wie in einem richtigen Krimi ist das Ganze ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn die drei Freunde müssen ja den Bräutigam pünktlich vor dem Traualtar abliefern.
Was bei der Suche nach ihm alles zu Tage kommt, ist ein Riesenspass fürs Publikum. Eine Szene ist schriller als die andere. Ganz besonders schräg ist ein Kurzauftritt von Boxlegende Mike Tyson, der sich unerschrocken als Sänger versucht.
Einige Gags schrammen zwar hart am guten Geschmack vorbei, aber die Komödie ist als Ganzes so erfrischend, dass man (und durchaus auch frau) den Kinoabend in vollen Zügen geniessen kann.
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