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Logo der Solothurner Filmtage 2009

Montag, 26.1.2009

Solothurner Filmtage 2009

Mit würdigen Preisträgern und einem Zuschauerrekord ist am Wochenende die turbulente 44. Ausgabe der Solothurner Filmtage zu Ende gegangen. Zu hören waren während der sieben Tage heftiger Zank ebenso wie grosser Jubel.

 

Zum Träger des ersten «Prix de Soleure » kürte die Jury den Dokumentarfilm «No More Smoke Signals» von Fanny Bräuning. Der Film über das Leben der Menschen im ärmsten Indianerreservat der USA habe «inhaltlich und ästhetisch» überzeugt, hiess es in der Erklärung.

Alt Bundesrätin Ruth Dreifuss, Regisseurin Stina Werenfels und Schriftsteller Peter Weber lobten das «Zusammenspiel von Bild, Ton und Montage» im Streifen der Basler Regisseurin. Bräuning schildert nicht nur die gegenwärtige Lage der Lakota Nation, sondern auch die traumatische Geschichte des Stammes.

Der mit 60 000 Franken dotierte «Prix de Soleure » wurde dieses Jahr erstmals vergeben. Er ist bestimmt für einen Spiel- oder Dokumentarfilm, der durch «ausgeprägten Humanismus» überzeugt.

Doppelte Würdigung

Das Publikum der Filmtage entschied sich bei der Vergabe des «Prix du Public» für Léa Pools Spielfilm «Maman est chez le coiffeur». Der Beitrag der aus Lausanne stammenden Regisseurin handelt von einer Familie, der die Mutter abhanden kommt.

Pool war dieses Jahr auch die als Rencontre bezeichnete Retrospektive gewidmet. Dank des mit 20 000 Franken dotierten «Prix du Public» hat sich die weite Anreise für die Regisseurin jetzt gleich doppelt gelohnt. Pool, die in Kanada lebt, war während der gesamten Dauer der Filmtage in Solothurn. Sie lobte das interessierte Publikum. «Danach zu urteilen sollte der Schweizer Film in ausgezeichneter Verfassung sein», sagte Pool bei der Preiszeremonie am Samstagabend.

Branchenzank

Geprägt waren die 44. Filmtage von Höhe- und auch von Tiefpunkten. Bei einer Informationsveranstaltung des Bundesamtes für Kultur (BAK) trat die Missstimmung zwischen der BAK-Sektion Film und einem Teil der Filmschaffenden offen zutage.

Offenbar hält jedoch der Gesprächsfaden. Die Branche muss sich denn auch zusammenraufen, um Herausforderungen wie der flächendeckenden Einführung der kostspieligen Technologie «Digital Cinema» in der Schweiz zu begegnen.

Allseits gefeiert wurde in Solothurn die Oscar-Nomination für Reto Caffis Kurzfilm «Auf der Strecke». Auch der Blick auf die Kinokassen dürfte mittelfristig optimistisch stimmen, stehen doch die Erfolgsfilme «Home» und «La Forteresse» aus der Romandie vor dem Sprung in die Deutschschweiz.

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Kultur-Stammtisch vom Samstag, 24.1.2009, 15.33 Uhr, DRS 4 News

Der Schweizer Film im Gespräch

Der Kultur-Stammtisch findet - aus Anlass der 44. Filmtage - in Solothurn statt.   Mehr

Hören (26:12)Download (MP3, 12.0MB)


Reflexe vom Freitag, 23.1.2009, 11.03 Uhr

Der Zustand des Schweizer Films

Die Solothurner Filmtage sind auch in ihrem 44. Jahr in erster Linie die Werkschau des Schweizer Filmschaffens und damit der Ort für eine Bestandesaufnahme. Wie hat sich der Schweizer Film an diesem Festival präsentiert?   Mehr

Hören (28:14)Download (MP3, 13.1MB)


DRS2aktuell vom Donnerstag, 22.1.2009, 12.03 Uhr

Filmische Highlights in Solothurn

Die Filmtage in Solothurn sind die grösste Plattform für das Schweizer Filmschaffen. Einige Filme des 44. Jahrgangs stechen aus der grossen Masse heraus, weil sie gut sind oder weil sie zu reden geben. Eine Übersicht zur Halbzeit.


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Tagesgespräch vom Mittwoch, 21.1.2009, 13.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

Filmförderung wohin?

Der Schweizer Film hat auch schon bessere Zeiten erlebt. Nach einem Höhenflug im Jahr 2006 sind die Zuschauerzahlen abgestürzt. Ein Grossteil der Filme findet sowieso seit je ziemlich abseits vom Publikum statt.  Mehr

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DRS2aktuell vom Dienstag, 20.1.2009, 12.03 Uhr

44. Solothurner Filmtage: Bundesrat Merz entschuldigt sich

Mit dem Film «Du bruit dans la tête» sind gestern Abend in Solothurn die 44. Filmtage eröffnet worden. Diese Filmtage sind einerseits die Werkschau des Schweizer Films, andererseits bieten sie auch eine Plattform für Debatten rund um die Schweizer Filmpolitik.


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  • Hören (3:08)

DRS 4 aktuell vom Dienstag, 20.1.2009, 08.20 Uhr, DRS 4 News

Bundespräsident Merz an den Solothurner Filmtagen

Mit launigen Reden haben Bundespräsident Hans-Rudolf Merz und Ivo Kummer, der Direktor der Solothurner Filmtage, die jährliche Werkschau des Schweizer Films eröffnet.   Mehr

Hören (1:08)


DRS 4 aktuell vom Montag, 19.1.2009, 16.04 Uhr, DRS 4 News

Knatsch an Solothurner Filmtagen

Die 44. Solothurner Filmtage werden überschattet vom Streit zwischen den Schweizer Filmschaffenden und Nicolas Bideau, dem Filmchef des Bundes.  Mehr

Hören (2:56)


Weiterführende Links zum Beitrag:

  • Solothurner Filmtage: Das Programm
  • Prix de Soleure: Die Nominierten
  • Solothurner Filmtage: Kartenverkauf
  • Swiss Films
  • Bundesamt für Kultur: Film
  • FilmLink: Die Schweizer Filmszene im Internet

Schnellsuche:
Presseschau zu den Solothurner Filmtagen
Werkschau des Schweizer Films

Die 44. Solothurner Filmtage finden vom 19. bis 25. Januar 2009 statt. Gezeigt werden 288 Filme. Die Werkschau lanciert das kommende Schweizer Filmjahr und wird am Montag, 19. Januar 2009, von Bundespräsident Hans-Rudolf Merz eröffnet. Die Solothurner Filmtage sind zu einer wichtigen Plattform der Schweizer Filmszene geworden ist. Da insbesondere das Independent-Film-Genre gut vertreten ist, kommen auch viele internationale Filmschaffende nach Solothurn.

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