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Arthur Schopenhauer - ein globaler Denker: Philosophisches Duett mit Rüdiger Safranski

Dienstag, 5. Oktober, 20 bis 21 Uhr, Radio-Kulturcafé DRS 2 im «unternehmen mitte» in Basel. - Ausgebucht.

(Aufzeichnung der «Passage 2» vom 15. Oktober)

Philosophisches Duett

SCHOPENHAUER gehört zu den Poeten unter den westlichen Philosophen. «Alles Wollen entspringt aus Bedürfnis, also aus Mangel, also aus Leiden. Diesem macht die Erfüllung ein Ende.» Wunderbare, einprägsame Formulierungen wie diese zieren sein Hauptwerk «Die Welt als Wille und Vorstellung» (1818). In Anlehnung an Kant untersucht Schopenhauer die Erkenntnisfähigkeit des Menschen und kommt zum Schluss, dass die ganze Welt blosse «Vorstellung» der Sinne sei und wir nichts über das wahre Wesen der Dinge erfahren könnten. Die treibende Kraft der Welt und des Lebens sei der «Wille», der völlig losgelöst von Zweck und Vernunft dafür sorge, dass Menschen und Tiere geboren werden, Bäume wachsen. Schopenhauer erschüttert damit die vernunftzentrierte Aufklärungsphilosophie von Kant: «Wenn der Wille eine grundlos waltende Macht ist, bleibt kaum eine Hoffnung für den Menschen, und sein Dasein verwandelt sich in eine nie versiegende Quelle des Leidens.»

Die Philosophie Schopenhauers beeinflusste Denker und Künstler wie Friedrich Nietzsche, Richard Wagner und Thomas Mann nachhaltig. Schopenhauer tritt uns heute in neuer Gestalt entgegen: als Denker mit Weitblick, der schon früh kulturelle Grenzen überwand, indem er europäische Metaphysiktradition mit östlichen Weisheitslehren verband. In der Tradition der Aufklärung war er ein Ideologiekritiker, der keine beweisbaren aber dennoch begründete Vermutungen aufstellte, die unserem Weltbild einen Rahmen geben können.

150 Jahre nach Schopenhauers Tod erinnert der Philosoph und Schriftsteller Rüdiger Safranski im Gespräch mit DRS 2-Literaturredaktor Heinrich Vogler an Schopenhauer als frühen globalen Denker im Kontext der Philosophie des 19. Jahrhunderts.

Kostenlose Veranstaltung für DRS 2 Kulturclub-Mitglieder

Platzreservation mittels Anmeldetalon obligatorisch

Anmeldeschluss: 17. September (die Veranstaltung ist ausgebucht)

Maximalbeteiligung: 20 Personen

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