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Friedrich Dürrenmatt in Locarno, August 1989 (Keystone)

Dienstag, 14.12.2010

Friedrich Dürrenmatt: 1921 - 1990

Friedrich Dürrenmatt einen Schweizer Schriftsteller zu nennen, ist fast schon untertrieben – er gab sich vielmehr als der Schweizer Schriftsteller. In seinen öffentlichen Auftritten mal professoral, mal lustvoll provokativ, inszenierte F.D. sich selbst ebenso grandios wie seine Stücke, auch wenn er Zeit seines Lebens in einem Atemzug mit seinem Freund Max Frisch genannt wurde.

Wobei Freundschaft nur eine Seite ihrer schwierigen Beziehung darstellte – «ich glaube, es ärgert uns beide, dass wir immer zusammen genannt werden. So sind wir eigentlich zwar Freunde, aber obendrein noch verflucht, Freunde zu sein», gab Frisch einmal zu Protokoll.

Dürrenmatt, der Erzähler, der Hörspielautor, der Maler, der Zeichner – alles sind dies Facetten eines Autors, der ein Leben lang vor allem für die Bühne geschrieben und gelebt hat. Seine zwischen heiterer Melancholie und schierer Verzweiflung oszillierenden Stücke, die er «Komödien» nannte und bei denen dem Publikum regelmässig das Lachen im Hals stecken blieb, zählen zum unangefochtenen Kanon der Schweizer Literatur.

Grund genug, einen hintergründigen Blick auf einen Autor zu werfen, der uns seltsam vertraut scheint – und der sich uns in seiner Vielgesichtigkeit doch immer wieder entzieht.

(twb)

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Wo das Lachen im Hals stecken bleibt

Friedrich Dürrenmatt in den Archiven von SR DRS

Dürrenmatt und das Schweizerdeutsch


Hörspiel DRS 2 vom Samstag, 8.1.2011, 21.00 Uhr

«König Johann» von Friedrich Dürrenmatt nach Shakespeare

Dürrenmatts Auseinandersetzung mit Shakespeares «King John», ursprünglich als blosse Bearbeitung des Königsdramas in der Übersetzung Schlegels gedacht, gewann im Verlauf der Arbeit völlig neue Aspekte und Akzente. Mit bösem satirischem Strich hat Dürrenmatt aus dem Historiengemälde des englischen Hochadels und seiner französischen Erbfeinde ein Schema der reinen Machtpolitik der Herrschenden herauspräpariert.   Mehr

Hören (81:07)


DRS 4 aktuell vom Mittwoch, 5.1.2011, 08.20 Uhr, DRS 4 News

Zum 90. Geburtstag: Dürrenmatts Lektor erinnert sich

Am 5. Januar 2010 wäre er 90 Jahre alt geworden: Friedrich Dürrenmatt, eine der ganz grossen Gestalten der deutschsprachigen Literatur.   Mehr

Hören (6:00)


DRS2aktuell vom Mittwoch, 5.1.2011, 12.03 Uhr

Vom Nachlass zum Literaturarchiv

Friedrich Dürrematt hat ein immenses Werk hinterlassen: Krimis, Theaterstücke, Essays und Bilder. Seinen Nachlass hat er der Eidgenossenschaft geschenkt - unter einer Bedingung: Damit sollte ein Archiv gegründet werden. Am 11. Januar 1991, zum 700-Jahr-Jubiläum der Schweiz, war es so weit.


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  • Hören (7:54)

Hörspiel DRS 2 vom Mittwoch, 5.1.2011, 20.00 Uhr

«Friedrich Dürrenmatt: Seine Stimme - seine Werke»

Kurz vor seinem 50. Geburtstag inszenierte Friedrich Dürrenmatt Goethes Urfaust am Schauspielhaus Zürich. Trotz intensiver Probenarbeit fand er sich zu vorgerückter Abendstunde im Spätherbst 1970 bereit, eine Stunde lang vollkommen entspannt und ganz privat über sein Leben, seine Arbeitsweise und seine Werke zu sprechen.  Mehr

Hören (48:45)


Rendez-vous vom Dienstag, 14.12.2010, 12.30 Uhr

Dürrenmatt immer noch beliebte Schullektüre

Heute vor 20 Jahren ist Friedrich Dürrenmatt gestorben; von der Bildfläche verschwunden ist der grosse Schweizer Schriftsteller aber nicht. Damals wie heute ist seine Lektüre beliebter Schulstoff. Besuch in einer Schulklasse in Zürich.


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  • Hören (3:24)

DRS2aktuell vom Dienstag, 14.12.2010, 12.03 Uhr

Dürrenmatts analytischer Blick auf die Gesellschaft

Friedrich Dürrenmatt war ein raffinierter Rhetoriker. Er setzte seine kernige Stimme und seine bildhafte Sprache geschickt ein. Seit Ende der sechziger Jahre hat er sich mit Reden zu Politik und Gesellschaft über unsere Landesgrenzen hinaus Gehör verschafft.


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  • Hören (5:08)

100 Sekunden Wissen vom Dienstag, 14.12.2010, 08.00 Uhr

Friedrich Dürrenmatt

Undenkbar, nie eines seiner Stücke gesehen zu haben: Die Physiker, Der Besuch der alten Dame, Romulus der Grosse - alle diese traurigen Helden Friedrich Dürrenmatts sind längst Schweizer Allgemeingut geworden. Thomas Weibel. Am 14. Dezember 1990 starb der Schriftsteller in seiner Wahlheimat Neuenburg.

Hören (2:25)Download (MP3, 1.1MB)


Weiterführende Links zum Beitrag:

  • Centre Dürrenmatt Neuchâtel: Biografie und Porträt Friedrich Dürrenmatts
  • Schweizerische Nationalbibliothek: Inventar der Bildwerke Friedrich Dürrenmatts

Verantwortlich für dieses Dossier:

Thomas Hägler


Schnellsuche:
«Der Richter und sein Henker» von Dürrenmatt

Dürrenmatts Rede: «Die Schweiz - ein Gefängnis»

DRS 2 extra vom Freitag, 10.12.2010, 15.03 Uhr

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