(Frankfurter Buchmesse / Peter Hirt)
Von Gutenberg zu «Kindle» - die 60. Frankfurter Buchmesse
Natürlich gibt es auf einer Buchmesse Bücher. Doch auch das älteste Medium der Welt kommt an der fortschreitenden Digitalisierung nicht vorbei. Auf der Frankfurter Buchmesse sind über 30 Prozent der ausgestellten Produkte bereits digital. Denn: Ein Buch ist ein E-Book ist ein Computerspiel ist ein Film ist eine Website.
Die Verlagsbranche ist sich einig: Die Digitalisierung ist derzeit die grösste Herausforderung - und deshalb ein Schwerpunkt der diesjährigen Buchmesse. Die Aussteller wollen einen Ausblick geben auf das Medium Buch in einem digitalisierten Zeitalter. Dabei ist man sicher: Das Internet ist nicht das Ende des Buches. Der «umgekehrte» Weg - vom Netz ins Buch - funktioniert. So ist zum Beispiel ein Höhepunkt der Messe, wenn das Wikipedia-Lexikon in Buchform präsentiert wird.
Die Buchmesse ist nicht nur für Leseratten. Auch Filmfans, Comicjunkies, Web-2.0-Anhänger und Autogrammjäger können aus einem vielfältigen Programm auswählen. Ob Signierstunde mit Paulo Coelho und Günter Grass, Manga-Workshops, das deutsch-türkische Begegnungsfest oder das Wissenschaftsforum mit dem Thema «Heute schon gebloggt?» - für alle ist etwas dabei. Oder wie es der Veranstalter beschreibt: «Vom 15. bis 19. Oktober lädt die Frankfurter Buchmesse wieder zu einer Reise durch die Weltliteratur ein. In fünf Tagen um die Welt: Eine Reise der Superlative». Eine Station wird garantiert über die Türkei führen - als diesjähriger Ehrengast der Buchmesse.
Kathi Lambrecht
