Haut und Haar digital: Das manipulierte Bild
Wann gilt man als schön? Und was prägt unsere Vorstellung von Schönheit? Heutige Schönheitsideale beruhen nicht zuletzt auf Bildern, die nicht der Realität entsprechen.
«Ceci n'est pas une pipe», schrieb René Magritte 1929 unter seine gemalte Tabakpfeife (Bild: «La trahison des images»). Die Aussage ist simpel, aber effektiv: Das Abbild ist nicht das Objekt selbst. Heute steht der Betrachter von Politiker- oder Starporträts vor dem Problem, dass ein Abbild vollkommen lebensecht wirkt, obwohl das abgebildete Objekt in der Realiät nicht oder zumindest in anderer Form exisitert - es sind digital veränderte Bilder.
Besonders stark wird die digitale Bildbearbeitung in der Werbung eingesetzt: Körper werden gestreckt, Haut wird geglättet, Haare werden verdichtet. Der folgende Videoclip des Dove Self-Esteem-Funds zeigt, wie Fotografien digital manipuliert werden, und stellt damit die übertriebenen Schönheitsideale in Frage.
Thomas Hägler
