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Freitag, 27.1.2012

Zensur beim Kurznachrichten-Dienst Twitter

Der Online-Kurznachrichtendienst Twitter  ergreift  eine umstrittene Massnahme. Er will künftig in einzelnen Ländern keine Nachrichten mehr veröffentlichen, deren Inhalt gegen Gesetze des jeweiligen Landes verstossen.

Zensurvorwürfe gegen den Internetdienst Twitter. (Reuters)

Das US-Unternehmen Twitter hat angekündigt, gesetzeswidrige Inhalte in bestimmten Ländern mit nationalen Filtern zu blockieren. Ausserhalb des betreffenden Landes blieben diese Einträge, die so genannten «Tweets», aber verfügbar. Der Schreiber der Nachricht werde über die Filterung informiert. Als Beispiel für Nachrichten, die künftig blockiert würden, nannte Twitter Meldungen mit einem nazifreundlichen Hintergrund, die in Deutschland und Frankreich verboten seien.

Abschaltungen verhindern
Mit dieser Massnahme will Twitter offensichtlich verhindern, in bestimmten Ländern abgeschaltet zu werden. «Mit der Fortsetzung unseres internationalen Wachstums werden wir in Länder eintreten, die unterschiedliche Vorstellungen von Meinungsfreiheit haben», heisst es in der Unternehmensmitteilung. Twitter dürfte es auch darum gehen, seine Präsenz in Ländern wie China aufzubauen.

Nutzer sprechen von Zensur
Twitter hatte zuletzt eine bedeutende Rolle in den arabischen Demokratiebewegungen gespielt. Vielfach waren die «Tweets» für die Menschen dort der einzige Kommunikationsweg, auch ins Ausland. Viele Nutzer äusserten sich auf Twitter enttäuscht und warfen dem Unternehmen vor, Zensur auszuüben.

Twitter zählt weltweit rund 100 Millionen aktive Nutzer und gehört neben Facebook zu den beliebtesten sozialen Netzwerken. (bueb, reuters/dpa)

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Wissenschaft DRS 2 vom Samstag, 1.10.2011, 12.40 Uhr

Twitter als wissenschaftlicher Datenlieferant

Bis vor Kurzem mussten Sozialwissenschaftler um jede einzelne Versuchsperson hart kämpfen. Mit den sozialen Medien im Internet hat sich dies geändert. Dies zeigt eine neue Studie im Magazin «Science», die Twitter-Meldungen untersucht hat.


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