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Mittwoch, 16.11.2011

Facebook ist beim Bund nicht mehr tabu

Bundesangestellte dürfen Facebook während der Arbeitszeit wieder nutzen. Das gilt jedoch nicht für alle Mitarbeitenden: Entscheidend ist, in welchem Departement jemand angestellt ist.

Nebst dem Aussendepartement EDA, das die Facebook-Sperre gar nie eingeführt hat, ist das Soziale Netzwerk nun auch in Doris Leuthards Uvek wieder zugänglich. Und ab Ende November erlaubt auch das Volkswirtschaftsdepartement (EVD) von Bundesrat Johann Schneider-Ammann Facebook wieder für seine Angestellten.

Claudio Frigerio vom Bundesamt für Informatik (BIT) bestätigte einen entsprechenden Bericht der Online-Plattform blick.ch. Das BIT ist beim Bund für die technische Sperrung von Internetseiten zuständig.

In Kraft war die Sperre in den Departementen seit Herbst 2009, die Departements-Generalsekretäre empfahlen die Sperrung damals gemeinsam. Grund: Facebook verstopfte als eine der meistbesuchten Internetseiten oftmals die Bundesleitungen.

Soziale Netzwerke Teil der täglichen Arbeit

Von dieser Empfehlung sind die Generalsekretäre nun abgerückt und überlassen den Entscheid jedem einzelnen Departement. Viele Bundesstellen nutzen heute selbst Soziale Netzwerke (Social Media) zur Kommunikation. Statt der Sperre sollen die Mitarbeiter für die Möglichkeiten und Risiken der Plattform sensibilisiert werden.

Ein Papier gibt die Leitplanken vor
Dazu formulierte das Eidgenössische Personalamt zusammen mit der Bundeskanzlei und dem Informatikstrategieorgan Bund einen Leitfaden zu den Möglichkeiten und Risiken von Social Media. Plattformen wie Facebook, Twitter und YouTube seien «noch öffentlicher als ein Tram oder ein Stammtisch», heisst es darin. Deshalb sollten die Beamten keine geheimen oder internen Informationen preisgeben.

Fragen von anderen Nutzern - beispielsweise Journalisten - sollen Bundesangestellte an ihre Kommunikationsstelle weiterweisen. Die private Nutzung sei zudem auf ein Minimum zu beschränken.

Kein Problem mehr sei das Datenvolumen, das der Facebook-Gebrauch mit sich bringt, sagte Frigerio. Die Infrastruktur werde laufend überprüft und sei heute dafür leistungsfähig genug. (pet, sda)

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