Das Jahr 2009 geht zu Ende. Zeit, zurückzublicken oder besser zurückzuhören. Bevor die Töne im Radioarchiv verschwinden, hören wir nochmals die Wirtschaftskrise schwelen, die Sommerhitze flirren, einen Bundespräsidenten leiden, die Minarette zittern, die Schweinegrippe wüten und das Bankgeheimnis bröckeln.
Es gab Grund zu feiern im November: Die Schweiz konnte auf einiges Stolz sein. Aber nicht alles lief so rund wie ursprünglich gedacht und es hat sich mehrfach gezeigt, dass unser Verhältnis zur Welt kein einfaches ist.
Noch sitzen sie in Libyen fest, die zwei Schweizer Geiseln, noch ist die innenpolitische Krise nicht ausgestanden, sind die Fakten nicht verarbeitet. Diplomatisches Schweigen ist angesagt - und Diplomatie war auch sonst ein zentrales Thema im August.
Der Juli geht zu Ende. Da gibt es im Rendez-vous wie immer die wichtigsten Ereignisse in Tönen: Kurzarbeit in der Wirtschaft, keine Reue an der Wall Street, die Schweinegrippe und die Zwillinge der Federers.
Der King of Pop ist gestorben, ein kantiger Bundesrat kündigte seinen Rücktritt an und eine Maschine der Air France verschwand vom Radar: Der Juni gab einiges zu reden.
«Bankgeheimnis» war wohl das Wort des Monats März. Und dabei ist das Wort des Monats nicht mehr, was es zu Beginn des Monats noch war. Weitere Themen im März waren Minarette, Armeewaffen und - einmal mehr - die UBS.
Die Banken, ihre Verluste und ihr Geheimnis sowie ein deutliches Ja des Schweizer Volks, aber auch Didier Cuche, Carlo Janka und Lara Gut in Val d'Isère haben im Monat Februar für Schlagzeilen gesorgt.
In Washington wird Barack Hussein Obama zum 44. Präsidenten der USA vereidigt. Der Amtseid vor Millionen von Zuschauerinnen und Zuschauer missglückt und muss im Weissen Haus wiederholt werden.