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Montag, 15.3.2010

Friedlicher Protest gegen Thailands Regierung

Zehntausende Demonstranten sind in Thailand an ihrem Ziel vorerst gescheitert, die Regierung in die Knie zu zwingen. Das Parlament wird nicht aufgelöst.

Massenkundgebung ausserhalb der Kaserne in Bangkok, in der Regierungschef Abhisit Vejjajiva Zuflucht gesucht hatte. (Reuters)

Wieder haben zehntausende Menschen in Bangkok demonstriert. Sie zogen vor die Kaserne, in der sich Thailands Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva in den letzten Tagen aufgehalten hatte, und forderten den Regierungschef ultimativ auf, das Parlament aufzulösen und Neuwahlen anzusetzen. Die Demonstration verlief friedlich.

Vejjajiva wies das bis Montagmittag befristete Ultimatum der Demonstranten erneut zurück. Nachdem das Ultimatum verstrichen war, zerstreuten sich die Demonstranten.

Volksmusik zur Beruhigung
Die Armee hatte den Militärstützpunkt mit Stacheldraht geschützt und mehrere Reihen Soldaten mit Schilden und Schlagstöcken davor in Position gebracht.

Um die Massen zu beruhigen, informierte sie über Lautsprecher, dass keine Munition im Einsatz sei. Dann spielte sie Volksmusik und Jazz, um die Stimmung zu entspannen.

Regierungschef weist Forderungen zurück
Es sei nicht der richtige Zeitpunkt für vorgezogene Wahlen, sagte Vejjajiva im Fernsehen. Die Regierung sei aber bereit, die Vorstellungen der Opposition anzuhören, sagte er weiter.

Wie alle Thailänder wolle auch die Regierung, dass das Land vorankomme. Der nächste Wahlgang muss laut Gesetz bis Ende 2011 stattfinden.

Rothemden unterstützen Thaksin
Die Proteste gegen die Regierung halten seit Freitag an. Bei den Demonstranten handelt es sich überwiegend um Anhänger des 2006 mit einem Militärputsch gestürzten Regierungschefs Thaksin Shinawatra. Sie werfen dem amtierenden Ministerpräsidenten Abhisit vor, illegal an die Macht gekommen zu sein.

Den Marsch auf die Kaserne in Bangkok hatten die sogenannten Rothemden bereits am Wochenende angekündigt. Sie drohten damit, die Zentren der Regierung lahmzulegen, wenn ihre Forderung nach Neuwahlen nicht erfüllt werde.

Instabile Verhältnisse seit 2006
Thailand ist seit Anfang 2006 politisch nicht mehr zur Ruhe gekommen. Demonstranten hatten dem damaligen Regierungschef Thaksin Korruption und Machtmissbrauch vorgeworfen.

Noch im gleichen Jahr wurde er gestürzt. 2008 kamen dann seine politischen Verbündeten wieder für ein Jahr an die Macht. (bat/cdm, ddp/sda/dpa/reuters)

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Sonntag, 14.3.2010

Opposition stellt Thailands Regierung vor Ultimatum

In der thailändischen Hauptstadt Bangkok sind am Sonntag Zehntausende Demonstranten gegen die Regierung auf die Strasse gezogen. Sie forderten Neuwahlen.  Mehr


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