Hintergrund: Wer vom Facebook-Börsengang profitiert
- Donnerstag, 24.5.2012: Facebook erwägt Börsenwechsel
- Mittwoch, 23.5.2012: Facebook-Euphorie an der Börse verflogen
- Dienstag, 22.5.2012: Facebook-Aktie fällt tief
- Freitag, 18.5.2012: Facebook-Börsendebüt mit Nasdaq-Panne
- Freitag, 18.5.2012: Fragen und Antworten zu Facebooks Börsendebüt
- Freitag, 18.5.2012: Vom Studentenwohnheim zum Milliarden-Konzern
- Freitag, 18.5.2012: Facebook-Fieber an der Börse
Nachfolgend eine Übersicht der Personen, die von dem Börsengang am meisten profitieren. Die Berechnungen gehen von einer Bewertung des Unternehmens mit 100 Milliarden Dollar aus.
Mark Zuckerberg:
Der Chef und Gründer von Facebook besitzt knapp 534 Millionen Aktien. Dieser Anteil von 28 Prozent ist etwa 28 Milliarden Dollar wert. Damit wäre der 27-Jährige der viertreichste Amerikaner. Nach einer Aufstellung der Zeitschrift «Forbes» sind dann nur Microsoft-Gründer Bill Gates, der legendäre Investor Warren Buffett und Oracle-Chef Larry Ellison wohlhabender als Zuckerberg.
Risikokapitalgeber:
Jim Breyer und seine Risikokapitalfirma Accel Partners besitzen zusammen etwa elf Prozent der Facebook-Anteile, die nun etwa 11,4 Milliarden Dollar wert sein dürften. Accel stieg bei Facebook im Jahr 2005 ein, als das Unternehmen mit 100 Millionen Dollar bewertet wurde. Das Unternehmen investierte damals 12,7 Millionen Dollar.
Weitere wichtige Eigner sind die russische Gesellschaft DST Global mit sieben Prozent, Goldman Sachs mit 3,5 Prozent, der Investor Peter Thiel mit zwei Prozent und die Firma T. Rowe Price mit einem Prozent. Der Internetpionier Marc Andreessen und seine Beteiligungsfirma Andreessen Horowitz besitzen einen kleinen Teil von Facebook.
Die Rendite der Eigner hängt davon ab, wann sie die Anteile kauften. Investor Thiel dürfte prozentual den grössten Gewinn gemacht haben: Er stieg schon im Jahr 2004 ein und investierte damals 500'000 Dollar.
Mitbegründer und Angestellte:
Facebook-Mitbegründer Dustin Moskovitz besitzt etwa sieben Prozent des Unternehmens. Ein weiterer Mitbegründer, Eduardo Saverin, hielt früher einen geschätzten Anteil von fünf Prozent, taucht aber in der Liste der wichtigsten Aktionäre nicht mehr auf. Saverin hat wahrscheinlich einen grossen Teil seiner Aktien verkauft.
Auch für viele der 3200 Facebook-Angestellten dürfte sich der Börsengang auszahlen, weil ihre Arbeit auch mit Aktienoptionen vergütet wird. Autohäuser, Immobilienmakler und Luxushändler im Silicon Valley reiben sich schon die Hände. Manche Facebook-Mitarbeiter wollen ins All fliegen. Andere planen archäologische Expeditionen zu Maya-Ruinen.
Familienmitglieder:
Aus dem Antrag für den Börsengang geht hervor, dass auch Verwandte von wichtigen Facebook-Managern grosszügig mit Aktien bedacht wurden. So unterstützte Zuckerbergs Vater Edward die noch junge Firma in den Jahren 2004 und 2005 mit Geld und bekam eine Option zum Kauf von zwei Millionen Aktien. Die Frist zur Ausübung liess er aber verstreichen. Im Dezember 2009 erhielt Edward Zuckerberg aber schliesslich zwei Millionen Anteilsscheine von Facebook. (bru, reuters)
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