Ein Schweizer auf internationalem Parkett
In seinem Element: Heinz Holliger am Lucerne Festival, 2007. (Keystone)
Holliger ist dem breiten Publikum vor allem als Interpret bekannt. Seit seinen ersten Erfolgen als Oboist hat er auf seinem Instrument neue Klangwelten erschlossen, gleichzeitig hat er verlorenes Repertoire wieder ausgegraben und zahlreiche neue Kompositionen angeregt.
Holliger ist jedoch weit mehr als das: Komponist, Dirigent, aber auch Pianist, Festivalleiter und Musikanalytiker. Schon während seiner Gymnasialzeit studierte er am Berner Konservatorium bei Émile Cassagnaud Oboe und bei Sándor Veress Komposition.
Weltweit gefragter Komponist
Ab 1958 setzte er seine Studien in Paris bei Yvonne Lefébure (Klavier) und Pierre Pierlot (Oboe) fort. Zwischen 1961 und 1963 studierte er bei Pierre Boulez an der Musikakademie Basel Komposition. Nach ersten Preisen bei Musikwettbewerben (Genf 1959, ARD 1961) begann Holliger eine internationale Karriere als Oboist.
Heute gehört Heinz Holliger zu den gefragtesten Dirigenten weltweit und dirigiert alle grossen Orchester. Zu seinen herausragenden Leistungen gehört auch die Wiederentdeckung vergessener Werke von Komponisten des 18. Jahrhunderts, unter anderem von Jan Dismas Zelenka und Ludwig August Lebrun.
