SendetermineNetzgespräch vom Dienstag, 16.3.2010, 10.05 Uhr
Dienstag, 16.3.2010, 10.05-10.10 Uhr, DRS 2
Klimasünder Google, Facebook & Co
Viele Daten, viele Server, viel Energiebedarf: Ein Rechenzentrum. (Florian Hirzinger)
Ganze Sendung
Viele populäre Web-Dienste wie Google, Youtube oder Facebook funktionieren nur dank grossen Rechenzentren. Und die benötigen enorme Mengen an Energie. Immer wieder ist darum vom «Klimasünder Internet» die Rede - nicht immer zu Recht.
Eine Suchanfrage mit Google benötigt so viel Energie, wie eine Tasse Tee zu kochen - solche Vergleiche konnte man im letzten Jahr oft lesen. Das tönt zwar schlimm, ist aber vergleichsweise unproblematisch.
Die gesamte Informationstechnologie macht in der Schweiz etwa zehn Prozent des gesamten Energieverbrauchs aus, sagt Bernard Aebischer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am «Centre for Energy Policy and Economics» der ETH Zürich. Das ist sehr viel - aber es gibt grössere Verbraucher: die Raumwärme, warmes Wasser oder das Autofahren.
Auch geht oft vergessen, dass der Benutzer selbst der grösste Energieverbraucher ist: Computer, Bildschirm und schnelle Grafikkarten benötigen sehr viel Energie, vor allem, wenn sie ständig eingeschaltet, zu hell eingestellt oder unnötig leistungsfähig sind.
Ebenfalls energietechnisch problematisch ist die Herstellung eines neuen und die Entsorgung des alten Computers. Die Anschaffung eines neuen Computers sollte deshalb gut überlegt sein.
