«Ali Hassans Intrige» von Nihad Siris
Schon seit fünf Jahren ist Fathi Schin, ein bekannter Schriftsteller, mit einem Schreib- und Publikationsverbot belegt. Er hatte es abgelehnt, in seiner Fernsehsendung einen literarischen Wettbewerb über den Grossen Führer zu veranstalten.
Das Schreibverbot hätte ihn längst erstickt. Gäbe es da nicht seine verwitwete Mutter, die ihn finanziell unterstützt, und vor allem seine Geliebte Lama, eine schöne, kluge und selbstbewusste Frau. Doch die Mächtigen wollen sich nicht mehr mit seinem Schweigen begnügen. Sie fordern seine Mitarbeit - und stellen sie ihm eine Falle.
Ein Roman über Politik und Propaganda
Der syrische Schriftsteller Nihad Siris schildert - mit ironischen Zwischentönen - die Zustände in einem totalitären Staat. Ein Land, in dem die Herrschenden ihre Politik mit Gewalt und einer perfekten Propagandamaschinerie durchsetzen und keine Abweichung dulden.
Nihad Siris, geboren 1950 in Aleppo (Syrien), hat Ingenieurswissenschaften in Sofia studiert. Seit 1987 schreibt er regelmässig Erzählungen, Theaterstücke und Drehbücher. «Ali Hassans Intrige» ist sein erstes Buch in deutscher Übersetzung.
