Jugendarbeitslosigkeit - wieso ist sie so hoch?
Serge Gaillard vom Staatssekretariat für Wirtschaft SECO im DRS 3 Studio
Obwohl die Zahlen auch bei den Jugendlichen im Vergleich zum Vormonat gesunken sind, liegen sie immer noch bei 5,2%. Allerdings sind die Arbeitslosenzahlen bei dieser Altersgruppe auch bei guter Lage der Konjunktur höher als bei etwas älteren Menschen.
Wieso dem so ist, hat sich DRS 3-Redaktor Roland Wehrli von verschiedenen Fachleuten erklären lassen. Denn die Gründe für das Phänomen sind vielfältig. Am Nachmittag erzählte dann die 22-jährige Naëmi, wie sie mit ihrer Arbeitslosigkeit umgeht und am Abend war Serge Gaillard vom Staatssekretariat für Wirtschaft SECO bei DRS 3 zu Gast.
Wann kommt der Aufschwung?
Auch Gaillard freut sich darüber, dass die Arbeitslosenzahlen wieder besser aussehen, auf die Frage, ob denn nun der langersehnte Aufschwung komme, meint er aber, dass die Konjunktur wohl nur langsam anziehen werde und man erst in etwa einem halben Jahr oder gar erst 2011 etwas davon spüren werde.
Er empfiehlt aber, trotzdem schon jetzt Stellen zu suchen, denn es gebe trotz allem verhältnismässig viel Bewegung im Arbeitsmarkt. Derzeit finde jeder fünfte gemeldete Arbeitslose innerhalb eines Monats eine neue Stelle.
Jugendarbeitslosigkeit nicht das grösste Problem
Serge Gaillard hält die Jugendarbeitslosigkeit trotz der vielen jugendlichen Jobsuchenden insofern nicht für das grösste Problem, als dass die Chancen der Jungen, eine Stelle zu finden, sobald sich die Konjunktur wieder erholt, erfahrungsgemäss grösser ist als bei andern Arbeitnehmern.
Den Betroffenen rät er, nicht aufzugeben und sich auf jeden Fall Unterstützung und Rat bei älteren Menschen, die mehr Erfahrung im Arbeitsmarkt haben, oder bei den regionalen Arbeitsvermitlungszentren, die es in der ganzen Schweiz gibt, zu holen.
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