Der Mann, der Knöpfe zum Klingen brachte
Oskar Sala an seinem Mixtur-Trautonium. (Keystone)
«Nur einer kann es spielen: Oskar Sala, Meister des Trautoniums»
Oskar Salas Ruhm gründet sich aber nicht allein auf diesen Film. Unvergessen bleibt er vor allem durch sein Wirken als Pionier der elektronischen Musik.
Als 20-Jähriger lernte Sala 1930 während seines Musikstudiums über seinen Lehrer Paul Hindemith den Ingenieur Friedrich Trautwein kennen. Trautwein arbeitete an der Entwicklung eines elektronischen Musikinstruments, bei der ihn Sala fortan unterstützte.
Vom Musiker zum Physiker
Das Instrument, Trautonium benannt, gilt heute als einer der bedeutendsten Vorläufer des Synthesizers. Nach 1933 führte Oskar Sala die Entwicklung des Trautoniums alleine weiter. Sala schloss deshalb auch ein Physikstudium an seine musikalischen Studien an.
1938 baute Oskar Sala ein Konzerttrautonium. Er schrieb Kompositionen und trat damit auch öffentlich auf. Nach dem Krieg trieb er die Entwicklung weiter voran und produzierte das Mixturtrautonium, das bereits sehr an spätere Synthesizer erinnert.
Der Filmmusiker
Sala schrieb für sein Trautonium sehr viele Kompositionen für Dokumentar- und Industriefilme, bekannter sind aber sicher die Spielfilme, für die Sala die Musik schrieb: Neben Hitchcocks Birds gehören dazu auch zwei Edgar Wallace-Filme aus den 1960er Jahren.
Oskar Sala arbeitete bis zu seinem Tod im Jahr 2002 an seinem Instrument und seiner Musik. Er erhielt für sein Werk mehrere renommierte Auszeichnungen, unter anderem auch das Bundesverdienstkreuz.
