Radiolegende Ueli Beck gestorben
Ueli Beck bei sich zuhause in Zürich-Witikon (2005). (Keystone)
Mit Ueli Beck ist eine der bekanntesten Radiostimmen der Schweiz verstummt. Wenige Monate vor seinem 80. Geburtstag ist er am letzten Freitag nach schwerer Krankheit gestorben.
Beck moderierte Sendungen wie «Nachtexpress» oder «Autoradio Schweiz». In der Hörspielreihe «Die haarsträubenden Fälle des Philip Maloney» verlieh er bis fast zuletzt zahlreichen Charakteren seine Stimme.
Vom Buchhändler zum Schauspieler
Ueli Beck machte eine Lehre als Buchhändler und arbeitete zuerst als Taxichauffeur, Bauhandlanger und Bankangestellter. Danach zog es ihn Richtung Theater. Er erhielt Schauspielunterricht bei Ellen Widmann und Sigfrit Steiner. Es folgten Engagements bei diversen Produzenten und auf zahlreichen Bühnen, etwa am Schauspielhaus Zürich oder am Bernhard-Theater, später auch in Filmproduktionen.
Jahrzehntelang am Mikrofon von Radio DRS
Von 1964 an moderierte er während rund 30 Jahren bei Schweizer Radio DRS Sendungen wie «Nachtexpress» oder «Autoradio Schweiz» und wurde zu einer der bekanntesten Radiostimmen der Deutschschweiz.
Auch auf DRS 3 und Musikwelle
1995 beendete er seine Karriere beim Radio, war aber weiter als Schauspieler tätig. Auch in Hörspielen lieh er zahlreichen Charakteren seine Stimme, zuletzt in der Reihe «Die haarsträubenden Fälle des Philip Maloney» von DRS 3.
Zusammen mit seinen früheren Radio- und Theaterkollegen Elisabeth Schnell und Max Rüeger moderierte er zuletzt auf DRS Musikwelle die Sendung «Sinerzyt».
Prix Walo und viele Blumen
2010 wurde Ueli Beck für sein Lebenswerk mit dem Ehren-Prix-Walo 2009 geehrt. Am Zürcher Sechseläuten gehörte «Mister Beromünster» bis zuletzt zu den Zünftern, die am meisten Blumen bekamen.
Am 27. August starb Ueli Beck knapp 80-jährig nach langer Krankheit. (bo/luek, sda)
