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Montag, 26.4.2010

FDP-Vorstand geht auf Distanz zu Grossbanken

Die Aktionäre der Credit Suisse sollen die Milliarden-Boni für die Manager ablehnen. Das fordert der Vorstand der FDP. Boni sollen mit dem Erfolg einer Bank verknüpft werden.
Hintergrund: Die Finanzmarktstrategie der FDP

Die wichtigsten Forderungen und Grundsätze der «Finanzmarktstrategie Schweiz», die die FDP an ihrer Versammlung vom 24. April 2010 verabschiedet hat:   Mehr

Die FDP will nicht mehr als «Partei der Abzocker» gelten. Demonstrativ geht die Parteispitze auf Distanz zur Grossbank Credit Suisse, die trotz Krise Milliarden-Boni auszahlen will. Der Vorstand empfiehlt den Aktionären, den Vergütungsbericht abzulehnen.

Millionen für CS-Chef
Für das Jahr 2009 sollen die Topkader der Credit Suisse 148,9 Millionen Franken Lohn erhalten. Konzernchef Brady Dougan erhält einen Bonus von 17,9 Millionen Franken und eine Riesensumme aus einem langfristigen Prämienprogramm.

Aus diesem waren dem CS-Chef für 2004 letzte Woche Aktien im Wert von gut 70 Millionen Franken ausgezahlt worden.

Schweizer Erfolgsmodell gefährdet

Diese Löhne stünden in keinem Verhältnis zur geleisteten Arbeit oder zum unternehmerischen Risiko, schreibt der FDP-Vorstand in einer Medienmitteilung.

Diese Firmen brächten die Marktwirtschaft als Schweizer Erfolgsmodell insgesamt in Verruf. «Das muss sich ändern», schreibt der Vorstand.

Das Gremium verlangt darum von den Grossbanken, dass die Höhe der Boni an den mittelfristigen Erfolg der Grossbanken geknüpft und ein Malus eingeführt wird. Gesetzliche Lohnobergrenzen lehnt der FDP-Vorstand jedoch ab.

Neue Strategie für den Finanzplatz
Die FDP ringt derzeit um ihr Verhältnis zum Finanzplatz. Erst am Samstag hatten die Delegierten einer Strategie zugestimmt, die das Problem unversteuerter Gelder auf Schweizer Bankkonten lösen soll.

Unter dem Einfluss von Finanzplatz-Vertretern wurde die ursprüngliche Version jedoch stark verwässert. (cdm, sda)

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Streit um exorbitante Managerlöhne


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