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  • Solothurner Filmtage 2010:
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Szene aus dem nominierten Dokumentarfilm «Breath Made Visible» von Ruedi Gerber.

Nominationen für den «Prix de Soleure» 2010

Zum zweiten Mal wurde an den Solothurner Filmtagen der Jurypreis «Prix de Soleure» vergeben. Sieger aus den acht nominieren Filmen ist Nicola Belluccis Dokumentarfilm «Nel giardino dei suoni». Den Publikumspreis erhielt «Bödälä – Dance the Rhythm» von Gitta Gsell.

Der «Prix de Soleure» wurde 2009 ins Leben gerufen, weil der offizielle Schweizer Filmpreis seit dem letzten Jahr nicht mehr in Solothurn vergeben wird. Dieser Wechsel machte sich auch bei den diesjährigen Nominationen bemerkbar: Erstmals war mit «Lourdes» der Wiener Regisseurin Jessica Hausner ein Film ohne Schweizer Beteiligung nominiert.

Bestimmt ist der mit 60 000 Franken dotierte Jurypreis für einen abendfüllenden Spiel- oder Dokumentarfilm, der durch einen ausgeprägten Humanismus überzeugt. Die dreiköpfige Jury war mit Bettina Oberli (Regisseurin), Géraldine Savary (Ständerätin Kanton VD) und dem Kolumnisten Daniel Binswanger («Das Magazin») besetzt.

DOKUMENTARFILME

«Breath Made Visible» von Ruedi Gerber

Mit eindringlichen Bildern widmet sich «Breath Made Visible» der Tanzpionierin Anna Halprin. Die Performance-Künstlerin aus den USA gilt als Ikone des postmodernen Tanzes und tritt auch mit knapp 90 Jahren noch auf. Der Berner Regisseur Ruedi Gerber verknüpft alte Homevideo-Aufnahmen und aktuelle Ausschnitte aus Halprins Leben.

Trailer zum Film
Hören («DRS2aktuell», Jennifer Khakshouri, 13.01.2010)


«Dharavi - Slum for Sale» von Lutz Konermann

Dharavi, der grösste Slum Asiens, soll dem Erdboden gleich gemacht werden. Einer Million Menschen droht die Zerstörung ihrer Existenz. Lutz Konermanns Dokumentarfilm «Dharavi - Slum for Sale» thematisiert den Konflikt zwischen Tradition und Moderne in der Epoche der Globalisierung und des Unternehmertums.

Mehr Bilder zum Film


«Die Frau mit den 5 Elefanten» von Vadim Jendreyko

Swetlana Geier gilt als grösste Übersetzerin russischer Literatur ins Deutsche. Jüngst hat sie ihr Lebenswerk beendet - die Neuübersetzung der fünf grossen Romane von Dostojewskij. Mit Regisseur Vadim Jendreyko reist die über 80-jährige Frau zum ersten Mal aus ihrer Wahlheimat Deutschland zurück an die Orte ihrer Kindheit.

Trailer zum Film
Hören («DRS2aktuell», Michael Sennhauser, 19.11.2009)


«Face au juge» von Pierre-François Sauter

Ein Untersuchungsrichter aus dem Katon Waadt wird mit der sozialen Realität seiner Fälle konfrontiert: mit Gewalt, Konflikten und Missverständnissen. Sein Büro wird zu einer Welt, die absurd, lächerlich und tragisch anmutet. Pierre-François Sauter hat diese Welt mit der Kamera eingefangen.

Mehr Infos zum Film


«Nel giardino dei suoni» von Nicola Bellucci

Der Dokumentarfilm zeichnet ein Porträt des Musikers, Therapeuten und Klangforschers Wolfgang Fasser, der als Jugendlicher das Augenlicht verloren hat. Auf dem Weg in die Dunkelheit entdeckte der Glarner die Welt der Klänge, Geräusche und Töne. Nicola Belluccis Film schaut in dieses Paralleluniversum der «hörbaren Welt».

Trailer zum Film


SPIELFILME

«La guerre est finie» von Mitko Panov

Stellvertretend für viele ähnliche Flüchtlingsschicksale erzählt «La guerre est finie» die Geschichte einer serbisch-albanischen Familie, die währen der Kosovo-Krise in die Schweiz immigriert und ihr Leben neu aufbauen muss. Gemäss Regisseur Mitko Panov ist es die erste offizielle mazedonisch-schweizerische Co-Produktion.

Artikel über Mitko Panov im «Cineaste»


«Lourdes» von Jessica Hausner

Eine wundersame Heilung steht im Zentrum von «Lourdes»: Christine ist gelähmt und nimmt, obwohl dem Wallfahrtsort gegenüber skeptisch eingestellt, an einer Pilgerreise nach Lourdes teil. Die österreichische Regisseurin Jessica Hausner gewann 2009 mit ihrem Drama den Preis der internationalen Filmkritik in Venedig.

Trailer zum Film


«Waffenstillstand» von Lancelot von Naso

Der Debütfilm von Lancelot von Naso zeigt die nicht-amerikanische Seite des Irak-Kriegs aus dem Blickwinkel europäischer und irakischer Protagonisten. Die Idee zum Film ist inspiriert von der Situation 2004 im Irak: Die Belagerung der Rebellenhochburg Falludscha durch die Amerikaner forderte hohe Verluste auf beiden Seiten.

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