Das Gespräch mit Rolf Lyssy in voller Länge
Im Jahr 1965 ist Rolf Lyssy noch kein bekannter Regisseur, sondern Kameramann und Cutter bei einem Filmprojekt: Der Dokumentarfilm «Ursula oder das unwerte Leben», eines der ersten Projekte des jungen Filmemachers, kommt 1966 ins Kino. Das taubblinde Mädchen Ursula und seine Pflegemutter hinterlassen bei Lyssy einen tiefen Eindruck.
45 Jahre später - inzwischen hat Lyssy eine beeindruckende Karriere als Filmemacher hinter sich - trifft er Ursula Bodmer und ihre inzwischen greise Pflegemutter Anita Utzinger wieder. Er ist von der nun fast 60jährigen Frau und ihrer Betreuerin immer noch gleich beeindruckt. Lyssy beschliesst, einen weiteren Film über die beiden zu drehen: «Ursula. Leben in Anderswo» entsteht.
Im Gespräch erzählt Lyssy von der Erfahrung, im Abstand von 45 Jahren mit den gleichen Protagonisten zu drehen, von der Schwierigkeit, mit Ursula zu kommunizieren oder ihre Welt zu verstehen. Und er berichtet von der Faszination für diese Geschichte der schwerbehinderten Frau und ihrer Pflegemutter.
