Film-Tipp: Millennium-Showdown
Lisbeth Salander (Noomi Rapace) hat sich für die Gerichtsverhandlung rausgeputzt. (Frenetic NFP)
Von Vergebung kann keine Rede sein. Die schwedische Computerspezialistin Lisbeth Salander (Noomi Rapace) will es allen heimzahlen, die sie missbraucht und unterdrückt haben. Deshalb wollen die betroffenen Staatsbeamten die 27-Jährige mundtot machen.
So soll Lisbeth durch ein gefälschtes ärztliches Gutachten in eine psychiatrische Klinik eingesperrt werden. Doch ihre Anwältin und der Journalist Mikael Blomkvist (Michael Nyqvist), Redaktor der politischen Zeitschrift «Millennium», wollen Lisbeth helfen.
Düsterer Thriller
Nach dem wuchtigen ersten und dem eher enttäuschenden zweiten Teil vermag der dritte Teil nun wieder zu überzeugen. «Vergebung» ist ein düsterer Thriller, der spannungsvoll auf den Showdown im Gerichtssaal zuläuft.
Die ganze Trilogie ist im Grunde ein einziges Plädoyer für zivilen Ungehorsam. Wobei Mikael Blomkvist den Prototyp eines Enthüllungsjournalisten darstellt, während Lisbeth Salander die Rolle des David im Kampf gegen Goliath spielt.
Unerschrockene Kämpferin
Hauptdarstellerin Noomi Rapace sagt: «Lisbeth ist ein Mensch, der sehr viel durchgemacht hat. Sie musste sich ihre eigene Welt und ihre eigenen Regeln erschaffen, da die bestehenden ihr nicht halfen.»
Um sich auch optisch abzugrenzen, trägt Lisbeth schwarze Punk-Klamotten. Sie geht sogar mit einer Irokesenfrisur zur Gerichtsverhandlung, um allen zu demonstrieren, dass sie sich auch von Staatsbeamten nicht unterkriegen lässt. (rb)
DRS 3 Film-Tipp zu «Verblendung», Teil 1 der Millennium-Trilogie
Mehr zum Stichwort:
